Schiff
Schiffspumpen laufen an Bord über viele Stunden und verbrauchen viel Energie. Mit IoT werden sie datenbasiert gesteuert, sodass Reedereien Energie sparen, Verschleiß senken und die CO₂-Vorgaben der IMO nachweisen.
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Schiffspumpen datenbasiert steuern und Energie sparen
Im Lösungsbeispiel laufen alle Prozess- und Steuerdaten der Pumpen in der SPS zusammen und gelangen über serielle Schnittstellen auf Hardware von EXOR. Die Software JMobile der X Platform sammelt die Werte direkt an der Pumpe, stellt sie grafisch dar und fasst sie in Berichten zusammen. Wegen der Cybersecurity-Anforderungen an Bord und der schwachen Internetverbindung auf See gibt es keinen Zugriff von außen: Die Daten bleiben lokal gespeichert, die Besatzung exportiert sie per USB-Stick. An Land werden die Logdateien in Excel oder MATLAB ausgewertet.
Das Beispiel stammt aus Maschinenbau und Schifffahrt. BESI Marine Systems, Spezialist für Flow-Management auf Schiffen, hat mit EXOR das Pump Energy Saving System PES entwickelt. Es steuert Pumpen für Ballastwasser, Kühlwasser, Kraftstoffe oder Ladung energieeffizient und liefert die CO₂-Nachweise, die der Energy Efficiency Existing Ship Index (EEXI) verlangt. Weil die Pumpen mit reduzierten Drehzahlen laufen, sinkt der Verschleiß, und Reedereien können zustandsbasiert statt in festen Intervallen warten. In Podcastfolge 183 erklären BESI und EXOR Deutschland, wie sie die Aufgaben zwischen Systemintegration und IoT-Infrastruktur aufteilen.
Podcastfolgen mit Schiff
Häufige Fragen zu Schiffspumpen und IoT
Wie helfen Schiffspumpen, die EEXI-Vorgaben zu erfüllen?
Eine energieeffiziente Pumpensteuerung senkt den Verbrauch an Bord und liefert die Daten für den Nachweis. Mit dem Energy Efficiency Existing Ship Index hat die IMO verbindliche Vorgaben eingeführt, die Reedereien verpflichten, ihre CO₂-Emissionen jährlich zu senken. Optimierte Propeller oder neue Bugformen reichen dafür nicht mehr aus. Das Pump Energy Saving System von BESI und EXOR dokumentiert die Einsparungen an den Pumpen.
Wo lässt sich auf einem Schiff im technischen Betrieb Energie sparen?
Ein großer Hebel sind die Pumpen, weil sie große Mengen Flüssigkeit bewegen und über viele Stunden laufen. Das reicht vom Ballastwasser zur Stabilisierung bis zu Kühlwasser, Kraftstoffen und Ladungen. BESI Marine Systems steuert diese Pumpen datenbasiert und mit reduzierten Drehzahlen. Das senkt den Energieverbrauch und den mechanischen Abrieb zugleich, was Betriebskosten senkt und die Zuverlässigkeit erhöht.
Wie werden Betriebsdaten auf einem Schiff sicher erfasst?
Die Daten werden lokal an Bord erfasst und gespeichert, ohne direkten Zugriff von außen. Schiffssysteme sind wegen hoher Cybersecurity-Anforderungen abgeschottet, und auf See gibt es meist keine oder nur eine schwache Satellitenverbindung. Im System von BESI und EXOR exportiert die Besatzung die Daten per USB-Stick. Das wirkt altmodisch, sichert aber Manipulationsschutz und Datensouveränität, während die Auswertung an Land erfolgt.
Lohnt sich eine bedarfsgerechte Steuerung von Ballastwasserpumpen?
Ja, denn Ballastwasserpumpen gehören zu den Pumpen, die an Bord lange laufen und dabei verschleißen. Das Pump Energy Saving System PES von BESI Marine Systems steuert sie wie die übrigen Schiffspumpen energieeffizient. Bisher wurden Pumpen in festen Abständen gewartet, unabhängig von ihrer tatsächlichen Beanspruchung. Mit reduzierten Drehzahlen sinkt der Verschleiß, und Wartungen lassen sich nach dem Zustand planen.
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