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Im Software Defined Vehicle wird die Software des Nutzfahrzeugs aus der Ferne ausgerollt und aktualisiert statt in der Werkstatt. Hersteller pflegen eine einheitliche Software für die ganze vernetzte Flotte, und ein Update gleicht keinem Rückruf mehr.

Nutzfahrzeug auf einen Blick

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Anwender in diesen Projekten

  • Cummins Inc.
  • Rhätische Bahn

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Software Defined Vehicle: Updates aus der Ferne für Nutzfahrzeuge

Cummins trennt die Anwendungsschicht seiner Antriebsstränge mit OCI-Containern vom Betriebssystem. Die Container laufen auf eingebetteten Linux-Geräten direkt am Motor, die mit der Motorsteuerungseinheit kommunizieren. Portainer Business Edition orchestriert sie über eine Server-Agent-Architektur aus der Ferne; den Agenten hat Portainer.io für geringe Bandbreite, hohe Latenz und wiederkehrende Netzabbrüche fahrender Fahrzeuge neu entwickelt. Updates kommen sicher, atomar und ausfallsicher an. Über denselben Orchestrator aktualisiert Cummins auch das Linux-Betriebssystem des Edge-Geräts und die Software der Motorsteuerung, die selbst keine Konnektivität hat. Eine zentrale Übersicht zeigt Zustand und Deployments aller Geräte.

Cummins liefert Diesel- und elektrifizierte Antriebsstränge an mehr als 100 große OEMs, darunter PACCAR DAF, Daimler Trucks und die TRATON GROUP. Mit Portainer.io reduzierte das Unternehmen seine Telematik-Software von 35 Varianten auf eine, und das neue System ging termingerecht in Produktion. Die Erfahrungen bringt Cummins in die Eclipse Software Defined Vehicle Working Group und in COVESA ein; Podcastfolge #189 erzählt das Projekt. Bei der Rhätischen Bahn senden Tracker von A1 Digital zudem Position und Zustand der Infrastruktur-Fahrzeuge an eine IoT-Plattform.

Podcastfolgen mit Nutzfahrzeug

Häufige Fragen zum Software Defined Vehicle

Wie funktioniert ein Over-the-Air-Update für Nutzfahrzeuge?

Ein Over-the-Air-Update spielt neue Software über das Mobilfunknetz ins Nutzfahrzeug, ohne dass ein Gerät physisch angefasst werden muss. Bei Cummins läuft die Software als OCI-Container auf einem eingebetteten Linux-Gerät am Motor. Portainer Business Edition verteilt die Container über einen Server, ein Agent auf dem Gerät empfängt die Anweisungen. Die Updates kommen sicher, atomar und ausfallsicher an, auch wenn die Mobilfunkverbindung während der Fahrt abbricht.

Wie rollt man Software auf vernetzte Nutzfahrzeuge verschiedener OEMs aus?

Software lässt sich herstellerübergreifend ausrollen, wenn sie unabhängig von der Hardware als Container bereitsteht. Cummins musste früher dieselben Edge- und Konnektivitätsfunktionen für 35 Partnerumgebungen getrennt pflegen. Heute erhält jeder Partner einen OCI-Container für sein Konnektivitätsgerät, und Portainer.io verteilt ihn aus der Ferne. Für Hunderttausende gleichzeitig kommunizierende Geräte hat Portainer.io zentrale Teile seiner Architektur neu gestaltet.

Wie bekommt die Motorsteuerung ein Software-Update ohne eigene Konnektivität?

Das Motorsteuergerät bekommt sein Update über ein eingebettetes Linux-Gerät, das bei Cummins direkt am Motor sitzt und mit der Motorsteuerungseinheit kommuniziert. Auf diesem Edge-Gerät laufen auch die Container mit den Konnektivitätsfunktionen. Mit demselben Orchestrator aktualisiert Cummins das Linux-Betriebssystem und die Motorsteuerung. Den Ansatz hat Cummins auf IP.com unter dem Titel „Updating Embedded Linux OS Using OCI Container Technology“ veröffentlicht.

Wie senkt modulare Nutzfahrzeug-Software die Kosten?

Modulare Fahrzeugsoftware senkt die Kosten, weil neue Funktionen nicht mehr für jede Lieferantenumgebung einzeln integriert und getestet werden müssen. Cummins reduzierte seine Softwarevarianten von 35 auf eine. Das neue System ging termingerecht in Produktion, während der proprietäre Vorgänger nach zwei Jahren nicht alle geplanten Funktionen geliefert hatte. Auch die OEM-Partner müssen sich nicht mehr mit vielen Lieferanten und Softwarepaketen abstimmen.

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