Industrieroboter
Förder- und Handhabungstechnik

Industrieroboter

Vorausschauende Roboterwartung mit IoT bündelt die Zustands- und Performancedaten von Industrierobotern in einer Plattform. Betreiber erkennen Störungen und Verschleiß, bevor ein Roboter stillsteht, und Hersteller stellen Wartungsfälle aus der Ferne fest.

Industrieroboter auf einen Blick

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Vorausschauende Roboterwartung: vom reaktiven zum proaktiven Betrieb

In den Lösungsbeispielen holt ein Cloud Connector von Device Insight die Daten aus dem Roboter und überträgt sie über OPC UA und MQTT in die Cloud, abgesichert mit Funktionen von Microsoft Azure. Wandelbots stattet Roboter mit Infineon-Sensoren für Positions- und Performancedaten aus, die Position ermittelt eine Sensorfusion aus Radar und 3D-Kameras. Eine KI in der Edge wertet die Daten aus, eine weitere Anwendung in der SAP Business Technology Platform erkennt den Verschleiß der Werkzeuge am Roboterkopf. Im Projekt von B&R, Harting und SICK verbinden miniaturisierte Sensoren auch ältere Roboter über Single Pair Ethernet und OPC UA over TSN mit der IT.

Die Beispiele stammen aus Automobilindustrie, Automatisierung, Maschinenbau und Chemie, meist als Condition Monitoring, Predictive Maintenance oder neues Servicemodell. KUKA bündelt mit der Plattform KUKA iiQoT, entwickelt mit Device Insight, die Daten ganzer Roboterflotten pro Linie, Zelle oder Einzelroboter und wandelt Wartungsfälle direkt in Serviceaufträge um. Wandelbots hat am Smart Systems Hub in Dresden ein Mietmodell erprobt, bei dem Nutzer etwa nach produzierter Stückzahl zahlen, bislang als MVP. Für ein Chemieunternehmen hat daenet eine Roboterlösung zum Aufschäumen von Fertighauswänden entwickelt, mit der Mitarbeiter nicht mehr direkt mit Industrieschäumen arbeiten müssen.

Podcastfolgen mit Industrieroboter

Häufige Fragen zur Roboterwartung mit IoT

Wie macht IoT die Roboterwartung vorausschauend?

IoT macht die Roboterwartung vorausschauend, weil Zustandsdaten wie die Motortemperatur laufend in einer Plattform zusammenlaufen. Mit gängigen Lösungen war eine Bewertung des Roboterzustands in Echtzeit nicht möglich. KUKA iiQoT bündelt die Daten der ganzen Flotte, filtert etwa Roboter mit einer bestimmten Motortemperatur oder einem zu erneuernden Betriebssystem heraus und liefert Orientierungsparameter, mit denen sich Meldungen leichter interpretieren lassen. Wartungsfälle lassen sich aus der Ferne feststellen.

Wie funktioniert Robot as a Service mit IoT?

Bei Robot as a Service zahlt der Nutzer nicht für den Roboter, sondern für dessen Einsatz, etwa nach produzierter Stückzahl. Dafür müssen Performancedaten und Auftragsdaten zusammenkommen. Im Testbed von Wandelbots mit Infineon, SAP und Objective Partner in Dresden steuert und überwacht ein digitaler Zwilling in der Cloud den Robotereinsatz. Er entsteht aus Sensordaten und Skills und liefert die Grundlage für eine präzise Abrechnung. Die Lösung ist bislang ein MVP.

Wie sicher ist die Überwachung von Robotern über die Cloud?

Sie lässt sich absichern, ohne das Anlagennetz direkt mit dem Internet zu verbinden. Device Insight hat für KUKA iiQoT einen eigenen Cloud Connector entwickelt, der die Daten aus dem Roboter holt und über OPC UA und MQTT in die Cloud überträgt. Er nutzt Funktionen von Microsoft Azure wie automatische Software-Updates und täglich erneuerte Sicherheitszertifikate. In der Plattform lässt sich außerdem der Security-Status aller Roboter abrufen.

Was bringt Single Pair Ethernet bei der Vernetzung von Robotern?

Single Pair Ethernet überträgt bis zu einem Gigabit pro Sekunde über nur ein Adernpaar und erleichtert so das Nachrüsten älterer Roboter mit Sensoren. Im Projekt von B&R, Harting und SICK liefern kompakte Sensoren Werte wie Bildinformationen, Temperatur, Feuchtigkeit oder Vibration. OPC UA over TSN verbindet sie herstellerübergreifend und echtzeitfähig mit Gateways und Cloud. Für Unternehmen mit mehreren großen Werken ist das deutlich günstiger als herkömmliche Ethernet-Verkabelung.

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Fahrerlose Transportsysteme bringen Material automatisch vom Lager an die Linie, wenn eine zentrale Leitsteuerung die fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF) koordiniert. Mit IoT lösen Sensoren die Transportaufträge aus, und Fahrzeuge verschiedener Hersteller laufen in einem System.

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Kran

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Vorausschauende Kranwartung mit IoT überwacht vor allem die Energiekette, die Strom- und Datenleitungen zur Laufkatze führt. Sensoren melden Überlast oder Bruch, bevor der Kran stillsteht, und geben Wartungs- und Austauschempfehlungen.

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Förderband

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An der Förderbandanlage erfassen IoT-Sensoren Schwingung, Temperatur und den Zustand von Band und Bandreinigern. Betreiber erkennen Schäden wie ein eingerissenes Band früh, planen Wartung nach Bedarf und vermeiden teure Stillstände ganzer Linien.

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Gabelstapler

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Hochregallager

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Im Hochregallager verbindet IoT Lagerplätze, Gabelstapler und Lagerverwaltung über Echtzeitdaten. Mitarbeitende sehen auf großen Monitoren, welche Aufträge anstehen, und Paletten werden ohne manuelles Scannen ein- und ausgelagert.

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Schweißroboter

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Eine vernetzte Roboterschweißanlage mit Schweißroboter liefert Taktzeiten, Stückzahlen und Statusmeldungen in Echtzeit. Betreiber machen Stillstände sichtbar, gleichen die Auslastung ihrer Roboterlinien aus und binden die Roboter in eine durchgängige Auftragssteuerung ein.

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