Gasverteilnetz
Komponenten & Geräte

Gasverteilnetz

Die EU-Methanverordnung verlangt von Betreibern im Gasverteilnetz, Methanemissionen zu messen und strukturiert zu berichten. IoT-Sensoren an Gasdruckregel- und Messstationen ersetzen punktuelle Begehungen durch kontinuierliche Messung und melden Lecks frühzeitig.

Gasverteilnetz auf einen Blick

Am häufigsten in den Projekten auf dieser Seite

Verifizierte Projekte mit Gasverteilnetz

Methanverordnung im Gasverteilnetz: Lecks kontinuierlich messen

Der stationäre Methansensor Versatilis Signal Scout von Honeywell misst die Methankonzentration in der Umgebungsluft und zusätzlich Temperatur, Druck und Luftfeuchtigkeit. Er reagiert auf Veränderungen der thermodynamischen Eigenschaften der Luft und weist Änderungen ab etwa 50 ppm nach, abhängig von den Installationsbedingungen. Das batteriebetriebene Gerät ist für explosionsgefährdete Bereiche geeignet und sendet über LoRaWAN und MQTT an eine Softwareplattform, die Leckagen lokalisiert, die Emissionsrate berechnet und bei Grenzwertüberschreitung per E-Mail benachrichtigt. Ein anderer Ansatz regelt den Gasdruck im Netz per elektrischem Aktuator und Telemetrie aus der Ferne, aufgebaut auf der IoT-Plattform Cumulocity.

Beide Beispiele kommen aus der Energieversorgung, als Leckage-Erkennung und Emissionsmanagement. In einer Gasdruckregelstation erfassten die Honeywell-Sensoren während Wartungsarbeiten ein Methanleck mit einem Spitzenwert von über 13.000 ppm, die freigesetzte Menge ließ sich auf rund 145 Gramm berechnen. Ein Technologieunternehmen für intelligente Gasnetze ersetzt manuelle saisonale Druckanpassungen durch eine automatisierte Steuerung; mit Cumulocity stand sein Proof of Concept innerhalb weniger Wochen. Die erste kommerzielle Implementierung umfasst über 270 operative Standorte. In Podcastfolge 217 zeigt Lausberger, wie Stadtwerke Bestandsnetze per Funk nachrüsten, statt Manometer in Schächten abzulesen.

Podcastfolgen mit Gasverteilnetz

Häufige Fragen zur Methanverordnung im Gasverteilnetz

Was bedeutet LDAR in der EU-Methanverordnung?

LDAR steht für „Leak Detection and Repair“ und regelt, wie Betreiber Methanlecks finden und beheben. Die EU-Methanverordnung unterscheidet zwei Inspektionsarten: LDAR Typ 1 zielt auf größere Leckagen ab 7.000 ppm oder 17 Gramm pro Stunde, Typ 2 auf kleinere ab etwa 500 ppm oder einem Gramm pro Stunde. Oberhalb des Grenzwerts muss innerhalb von fünf Tagen ein erster Reparaturversuch erfolgen, die vollständige Reparatur spätestens nach 30 Tagen.

Wie wird ein Gasnetz kontinuierlich auf Methanlecks überwacht?

Für die kontinuierliche Überwachung werden stationäre Methansensoren dauerhaft an Gasdruckregel- und Messstationen installiert. Bisher kontrollierten Stadtwerke ihre Netze überwiegend durch manuelle Begehungen, die nur einzelne Zeitpunkte erfassen und viel Personal binden. In Großstädten wie Hamburg gibt es mehr als 600 solcher Stationen. Batteriebetriebene Sensoren ohne Verkabelung lassen sich dort schnell ausrollen und melden Grenzwertüberschreitungen automatisch per E-Mail.

Wie lassen sich Methanemissionen im Gasnetz an einer Station quantifizieren?

Methanemissionen lassen sich quantifizieren, wenn die Konzentration kontinuierlich zusammen mit Umgebungsparametern gemessen wird. Bei einem Leck in einer Gasdruckregelstation zeichneten die Honeywell-Sensoren den Verlauf vom Anstieg auf über 13.000 ppm bis zum Abklingen nach mehr als sieben Stunden vollständig auf. Daraus ließ sich die freigesetzte Menge mit rund 145 Gramm berechnen. Temperatur und Luftfeuchtigkeit helfen, ein echtes Leck von normalen Schwankungen zu unterscheiden.

Wie lässt sich der Druck im Gasnetz aus der Ferne regeln?

Den Druck im Gasnetz können Betreiber mit elektrischen Aktuatoren und Telemetrie aus der Ferne optimieren, statt ihn manuell saisonal anzupassen. Ein Technologieunternehmen bietet dafür eine Lösung an, die Methanleckagen reduzieren, die Einspeisung von Biomethan ermöglichen und Betriebskosten senken soll. Auf der Plattform Cumulocity passt ein automatisierter Microservice den Gasdruck in Echtzeit an. Künftig sollen auch Drittanbietergeräte und die SCADA-Systeme der Kunden angebunden werden.

Weitere Assets in „Komponenten & Geräte“

Filter

Filter

Filterüberwachung mit IoT misst den Differenzdruck über dem Filter und zeigt, wie stark er verschmutzt ist. Betreiber wechseln Filter dann, wenn es nötig ist, vermeiden verstopfte Filter und Stillstände und sparen Energie und Material.

10 ProjekteMehr erfahren
Beleuchtung

Beleuchtung

Lichtmanagement mit IoT steuert die Beleuchtung in Büros, Hallen, Filialen und an Werbeanlagen nach Anwesenheit, Helligkeit und Zeitplan und überwacht jede Leuchte aus der Ferne. Betreiber senken den Stromverbrauch und erfahren sofort von Ausfällen.

9 ProjekteMehr erfahren
Energiekette

Energiekette

Eine Energiekette mit IoT-Sensorik meldet laufend, wie es um die Leitungsführung beweglicher Anlagen steht. Betreiber erfahren von Überlast, Blockaden oder Kettenbrüchen, bevor die Maschine steht, und planen den Kettentausch nach tatsächlicher Nutzung.

9 ProjekteMehr erfahren
Stromzähler

Stromzähler

Zählerfernauslesung bei Stromzählern heißt: Zählerstände laufen per Funk, Mobilfunk oder Impulsadapter in eine Plattform, ohne Ablesung vor Ort. Betreiber rechnen genauer ab und sehen, wo im Gebäude oder in der Produktion Energie verbraucht wird.

7 ProjekteMehr erfahren
Elektrowerkzeug

Elektrowerkzeug

Prozessdatenerfassung an Elektrowerkzeugen bindet Nietgeräte, Schrauber und Akku-Werkzeuge in die vernetzte Fertigung ein. Jeder Arbeitsschritt wird dokumentiert, Fehlversuche fallen auf, und die Daten fließen in Qualitätssicherung und Produktionssteuerung.

6 ProjekteMehr erfahren
Ladesäule

Ladesäule

Lademanagement verteilt die verfügbare Leistung am Standort auf alle Ladesäulen und Ladepunkte und überwacht sie aus der Ferne. Betreiber vermeiden Überlastungen des Netzanschlusses, binden Photovoltaik und Speicher ein und rechnen Ladevorgänge automatisch ab.

6 ProjekteMehr erfahren
Alle Assets in „Komponenten & Geräte“

IIoT Use Case Anwenderkreis

Was in keinem Projekt steht

Was hat das Projekt gekostet? Welcher Sensor hat im Feld nicht gehalten? Wie hat man die Instandhaltung mitgenommen? Solche Fragen besprechen 300+ Anwender aus der Industrie jeden Monat untereinander, offen und ohne Anbieter im Raum.

Häufige Themen in diesen Projekten, bring deine Fragen mit:

  • Digitale Dokumentation
  • Condition Monitoring
  • Korrektive Instandhaltung
Platz auf der Warteliste sichernKostenlos · kurzes Kennenlernen vor der Aufnahme
  • Jeden Monat online

    Tech- und Business-Fokus im Wechsel

  • Nur Anwender

    Kein Vertrieb im Raum, Austausch unter NDA

  • 300+ Mitglieder

    OT-, IT- und IIoT-Verantwortliche aus der Industrie