Fernwärmenetz
Ein Fernwärmenetz lässt sich mit IoT aus der Ferne überwachen: Sensoren melden Druck und Temperatur an Messstellen und Leitungen per Funk. Netzbetreiber erkennen Druckabfälle und Wärmeverluste früh und sparen Einsätze in unterirdischen Schächten.
Fernwärmenetz auf einen Blick
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Wärmemengenzähler per NB-IoT-Nachrüstung fernablesen
Elvaco rüstet bestehende Wärmemengenzähler mit NB-IoT-Steckmodulen und Telekom-SIM nach. Die Zähler senden ihre Daten automatisch in die Cloud: Stadtwerke rechnen monatlich ab, wie es die Fernwärmeverordnung bis Ende 2026 verlangt, und erkennen Leckagen frühzeitig.





Fernwärmeleitung per Mobilfunk-Gateway überwachen und Versorgung sichern






Fernwärmenetze per IIoT-Druckmonitoring zustandsbasiert warten






Druckmonitoring geothermischer Infrastruktur für effiziente Fernüberwachung






Energiemonitoring als digitaler Service für Stadtwerke
Fernwärmenetz aus der Ferne überwachen: Druck und Temperatur
Die Lösungsbeispiele setzen auf batteriebetriebene Drucksensoren, die ihre Werte per LoRaWAN oder mioty an eine Cloud-Plattform senden, sodass einzelne Messstellen nicht mehr verkabelt werden müssen. WIKA liefert die Kette vom Messwert bis zur Plattform, auf der Techniker Grenzwerte in Sekunden einstellen. Besonders wichtig ist der Ringraumdruck in Stahlmantelrohren: Dringt Luft in das isolierende Vakuum ein, kann die Dämmwirkung auf ein Zehntel sinken. Vor- und Rücklauftemperaturen erfasst ein Mobilfunk-Gateway wie der io-key von ifm, die Auswertung läuft in der Plattform moneo. Stadtwerke führen die Zählerdaten ihres Netzes in IoT-Plattformen wie ThingsBoard zusammen.
Die Beispiele kommen aus der Energieversorgung und von kommunalen Betreibern. Der isländische Netzbetreiber Veitur Utilities überwacht mit Rafal und der Plattform von akenza den Druck in seiner geothermischen Wärmeverteilung per LoRaWAN und muss entlegene Standorte seltener anfahren. Die Netzgesellschaft der Stadtwerke Krefeld überwacht ihr Fernwärmenetz mit 1.500 Zählern auf ThingsBoard. In Mochenwangen liefert der Biogashof Kögelhof Wärme über eine 1,5 Kilometer lange Leitung an eine Schule und überwacht die Temperaturen an Einspeisung und Schule per Mobilfunk.
Podcastfolgen mit Fernwärmenetz
Häufige Fragen zur Überwachung von Fernwärmenetzen
Wie lässt sich ein Fernwärmenetz aus der Ferne überwachen?
Ein Fernwärmenetz lässt sich mit batteriebetriebenen Sensoren überwachen, die Druck und Temperatur an den Messstellen erfassen und per Funk an eine Plattform senden. Über LoRaWAN oder mioty müssen die Messstellen nicht mehr einzeln verkabelt werden. Auf der Plattform sehen Netzbetreiber alle Messstellen, setzen Grenzwerte und erhalten Alarme bei Abweichungen. Bisher musste für jeden einzelnen Druckwert ein Techniker in den Schacht steigen, abgesichert durch einen zweiten Mitarbeiter.
Warum ist der Druck im Fernwärmenetz so wichtig?
Druckabfälle zeigen Schäden und Verluste im Netz an und müssen deshalb schnell erkannt werden. Ein einzelner abgelesener Wert sagt aber nicht, ob der Druck plötzlich oder über längere Zeit gesunken ist. Bei Stahlmantelrohren kommt der Ringraumdruck hinzu: Zwischen Medium- und Mantelrohr liegt ein Vakuum zur Isolation. Dringt Luft ein, kann die Dämmwirkung auf ein Zehntel sinken, Wärmeverluste und Kosten steigen.
Was verrät die Vor- und Rücklauftemperatur einer Fernwärmeleitung?
Vor- und Rücklauftemperatur zeigen, wie viel Wärme entlang der Leitung verloren geht und ob die Versorgung am Ziel ankommt. Der Biogashof Kögelhof misst die Temperaturen sowohl am Einspeisepunkt auf dem Hof als auch an der Schule in Mochenwangen, die über eine 1,5 Kilometer lange Leitung versorgt wird. Der io-key von ifm sendet die Werte per Mobilfunk an die Plattform moneo, so fallen Temperaturschwankungen auf, bevor es im Klassenzimmer kalt wird.
Lassen sich die Zähler eines Fernwärmenetzes zentral auswerten?
Ja, Zählerdaten eines Fernwärmenetzes lassen sich in einer IoT-Plattform zentral zusammenführen und auswerten. Die Netzgesellschaft der Stadtwerke Krefeld überwacht ihr Fernwärmenetz mit 1.500 Zählern auf ThingsBoard. Auf derselben Plattform bieten die Stadtwerke ihren Geschäftskunden ein Energiemonitoring an und messen Grundwasserstände. Netzüberwachung und Energiemanagement laufen so in einem System statt in getrennten Anwendungen.
Weitere Assets in „Komponenten & Geräte“
Filter
Filterüberwachung mit IoT misst den Differenzdruck über dem Filter und zeigt, wie stark er verschmutzt ist. Betreiber wechseln Filter dann, wenn es nötig ist, vermeiden verstopfte Filter und Stillstände und sparen Energie und Material.
Beleuchtung
Lichtmanagement mit IoT steuert die Beleuchtung in Büros, Hallen, Filialen und an Werbeanlagen nach Anwesenheit, Helligkeit und Zeitplan und überwacht jede Leuchte aus der Ferne. Betreiber senken den Stromverbrauch und erfahren sofort von Ausfällen.
Energiekette
Eine Energiekette mit IoT-Sensorik meldet laufend, wie es um die Leitungsführung beweglicher Anlagen steht. Betreiber erfahren von Überlast, Blockaden oder Kettenbrüchen, bevor die Maschine steht, und planen den Kettentausch nach tatsächlicher Nutzung.
Stromzähler
Zählerfernauslesung bei Stromzählern heißt: Zählerstände laufen per Funk, Mobilfunk oder Impulsadapter in eine Plattform, ohne Ablesung vor Ort. Betreiber rechnen genauer ab und sehen, wo im Gebäude oder in der Produktion Energie verbraucht wird.
Elektrowerkzeug
Prozessdatenerfassung an Elektrowerkzeugen bindet Nietgeräte, Schrauber und Akku-Werkzeuge in die vernetzte Fertigung ein. Jeder Arbeitsschritt wird dokumentiert, Fehlversuche fallen auf, und die Daten fließen in Qualitätssicherung und Produktionssteuerung.
Ladesäule
Lademanagement verteilt die verfügbare Leistung am Standort auf alle Ladesäulen und Ladepunkte und überwacht sie aus der Ferne. Betreiber vermeiden Überlastungen des Netzanschlusses, binden Photovoltaik und Speicher ein und rechnen Ladevorgänge automatisch ab.
IIoT Use Case Anwenderkreis
Was in keinem Projekt steht
Was hat das Projekt gekostet? Welcher Sensor hat im Feld nicht gehalten? Wie hat man die Instandhaltung mitgenommen? Solche Fragen besprechen 300+ Anwender aus der Industrie jeden Monat untereinander, offen und ohne Anbieter im Raum.
Häufige Themen in diesen Projekten, bring deine Fragen mit:
- Condition Monitoring
- Energiemonitoring
- Digitale Dokumentation
Jeden Monat online
Tech- und Business-Fokus im Wechsel
Nur Anwender
Kein Vertrieb im Raum, Austausch unter NDA
300+ Mitglieder
OT-, IT- und IIoT-Verantwortliche aus der Industrie
