Werkzeugmaschine
Maschinen und Anlagen

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Maschinendatenerfassung an der Werkzeugmaschine bündelt Zustands-, Prozess- und Verbrauchsdaten laufender Maschinen. Betreiber erkennen Störungen und Abweichungen früher, auch im unbeaufsichtigten Betrieb am Wochenende, und verbessern Verfügbarkeit und Qualität.

Werkzeugmaschine auf einen Blick

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Maschinendatenerfassung an Werkzeugmaschinen: Zustand und Störungen

In den Lösungsbeispielen bekommen ältere Maschinen ohne eigene Sensorik nachgerüstete Sensoren für Vibration, Temperatur und Feuchtigkeit. Beim DATAEAGLE-System der Schildknecht AG gehen die Werte per Bluetooth Low Energy an ein Gateway, das kritische Werte an die Steuerung meldet und die Daten über Modbus TCP, Profinet oder bei Bedarf per Mobilfunk weitergibt. Siemens liest mit Industrial Edge for Machine Tools Ströme sowie Lage-Soll- und Ist-Werte direkt aus der Steuerung, auf einem Industrie-PC im Schaltschrank und über die Schnittstelle umati. ifm misst mit Druckluftzählern an der Einspeisung den Verbrauch der Maschine und leitet die Daten über IO-Link in die Plattform moneo, die sie per MQTT oder OPC UA an AWS oder Azure weitergibt.

Die Beispiele stammen aus Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau sowie Metall und Elektronik, meist als Condition Monitoring, Qualitätskontrolle oder Energiemonitoring. Ein Autoteile-Hersteller in Portugal überwacht seine Werkzeugmaschinen mit DATAEAGLE, das System hilft, zugesagte Liefertermine genau einzuhalten. Die GROB-WERKE alarmieren mit GROB4Line den Bereitschaftsdienst per App, wenn eine Maschine am Wochenende eine Störung meldet. Bei JUMO stellt eine KI-Lösung von Device Insight die Laserprozesse in Werkzeugmaschinen ein, der Anteil der Sensoren der höchsten Qualitätsstufe stieg um 20 Prozent.

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Häufige Fragen zur Maschinendatenerfassung an Werkzeugmaschinen

Wie funktioniert die Maschinendatenerfassung an Werkzeugmaschinen?

Die Maschinendatenerfassung liest Werte aus der Steuerung oder von zusätzlichen Sensoren und überträgt sie an eine Plattform. Dort werden Zustände, Störungen und Verbräuche visualisiert, Grenzwerte lösen Alarme aus. Siemens fragt mit Industrial Edge for Machine Tools die Daten bei der Steuerung lediglich an, der Prozess an der Maschine bleibt unangetastet. Bei älteren Maschinen ohne Schnittstelle liefern nachgerüstete Sensoren die Werte, etwa für Vibration und Temperatur.

Lassen sich ältere Werkzeugmaschinen nachrüsten?

Ja, ältere Werkzeugmaschinen lassen sich mit Retrofit-Sensoren nachrüsten, auch im laufenden Betrieb. Ein Autoteile-Hersteller in Portugal hat jede Werkzeugmaschine eines Zwölferblocks mit vier Sensoren ausgestattet, die über einen Sensor-Hub und Bluetooth Low Energy an das DATAEAGLE-Gateway senden. Weil der Boden in der spanenden Fertigung oft ölig ist, fiel die Wahl auf Funk statt zusätzlicher Ethernet-Leitungen. Das Gateway erkennt kritische Werte und meldet sie an die Steuerung.

Welche Rolle spielt umati bei der Anbindung von Werkzeugmaschinen?

umati ist eine einheitliche Kommunikationsschnittstelle, über die eine Plattform auf die Daten aller Werkzeugmaschinen eines Maschinenparks zugreifen kann. Neue Maschinen sprechen umati oft schon ab Werk, ältere liefern dagegen gar keine Daten. Siemens löst das mit Industrial Edge for Machine Tools: Die Plattform läuft auf einem Industrie-PC im Schaltschrank, nutzt die Schnittstelle zur Steuerung und führt die umati-Funktion selbst aus, sie arbeitet dann wie ein Konverter.

Wie lassen sich Stillstände im unbeaufsichtigten Betrieb vermeiden?

Stillstände im unbeaufsichtigten Betrieb lassen sich vermeiden, wenn die Maschine Störungen selbst meldet. Bei GROB verbindet das Software-Modul GROB4Line die Maschine per Kabel oder Funk mit einer Cloud-Plattform. Die App zeigt Status und Zustand und schickt Meldungen per Push-Nachricht oder E-Mail an den Bereitschaftsdienst. Heiß gelaufene Getriebe, abgenutzte Werkzeuge oder verklemmtes Material fallen so auch am Wochenende rechtzeitig auf.

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