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Ein Pressen-Retrofit mit IoT stattet bestehende Pressen nachträglich mit Sensorik, Zählern oder Software aus. Betreiber sehen Stückzahlen, Kräfte und Energieverbrauch in Echtzeit, schützen Presse und Werkzeug vor Fehlbelastung und senken die Grundlast.

Presse auf einen Blick

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  • Automotive Center Südwestfalen
  • FRIMA
  • Magna
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Pressen-Retrofit mit IoT: Hübe, Kräfte und Energie überwachen

In den Lösungsbeispielen werden an einer Servopresse vier hochpräzise Wegsensoren an allen vier Ständern nachgerüstet. Die Software ifm SmartStamp verrechnet sie mit den vorhandenen Kraftsensoren, Werkzeugnummer und Hubzahl und erkennt Kippung und Außermittigkeit des Stößels binnen Millisekunden, die Plattform moneo alarmiert bei Grenzwertverletzungen. Bei Heißpressen programmiert autosen einen manipulationssicheren Stückzähler in die SPS, der io-key überträgt die Werte per IO-Link und Mobilfunk alle zehn Sekunden in die Cloud. Für den Energieverbrauch erfassen Zähler mit M-Bus-Schnittstelle die Verbräuche einzelner Anlagen und senden sie per NB-IoT an ein Portal, die Software autinityE3 von Schaeffler macht die Grundlast von Pressen sichtbar. Miele bindet die Pressen seines Presswerks über OPC UA an.

Die Beispiele stammen aus Automobil, Maschinenbau und Hausgeräteindustrie, als Condition Monitoring, Stückzahlerfassung und Energiemonitoring. Der Bremsbelaghersteller FRIMA überwacht mit autosen die Funktion seiner Pressen in Echtzeit, ohne einen einzigen zusätzlichen Sensor. Das Automotive Center Südwestfalen analysiert an seiner 1.000-Tonnen-Servopresse jeden einzelnen Hub mit ifm SmartStamp. Magna fand mit Vodafone Energy Data Management Einsparpotenzial bei den Kompressoren und am Kühlsystem einer Formpresse und spart etwa 35.000 Euro im Jahr.

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Häufige Fragen zum Pressen-Retrofit mit IoT

Wie lassen sich bestehende Pressen mit IoT nachrüsten?

Bestehende Pressen lassen sich mit wenigen zusätzlichen Sensoren oder sogar ganz ohne nachrüsten. Für ifm SmartStamp genügen vier Wegsensoren an den Ständern, Kraftsensoren, Werkzeugnummer und Hubzahl kommen aus der vorhandenen Technik. Bei FRIMA programmierte autosen einen Stückzähler in die SPS, ein IO-Link-Verteiler verbindet bis zu acht Datenquellen mit dem io-key. Die Daten gehen per Mobilfunk in die Cloud, ohne Eingriff in die bestehende IT-Infrastruktur.

Was erkennt eine Überwachung von Presskraft und Kippung?

Sie erkennt Fehlbelastungen, die Führungen, Lager, Getriebe oder das Kopfstück der Presse auf Dauer schädigen. Eine zu hohe Kippung des Stößels oder eine außermittige Belastung, etwa nach einer Fehlausrichtung beim Werkzeugwechsel, lässt das Kippmoment steigen. ifm SmartStamp erkennt das binnen Millisekunden und alarmiert den Bediener. Schon beim ersten Hub sieht er, ob das Werkzeug korrekt montiert ist. Über moneo lässt sich die Presse im Ernstfall stoppen.

Wie erfasst man die Stückzahl einer Presse automatisch?

Die Stückzahl lässt sich aus den tatsächlich ausgeführten Pressvorgängen und der verwendeten Form berechnen. Bei FRIMA korreliert die Zahl der Hübe nur begrenzt mit den Endprodukten, weil nicht jeder Pressvorgang abgeschlossen wird und Formen vier oder sechs Beläge pro Fahrt fertigen. autosen programmierte deshalb einen manipulationssicheren Stückzähler in die SPS. Derzeit sind sieben Maschinen ausgestattet, der Rollout auf alle elf ist geplant.

Wie senkt man den Energieverbrauch von Pressen?

Der erste Schritt ist, den Verbrauch je Presse zu messen statt nur für das ganze Werk. Mit der Software autinityE3 von Schaeffler Digital Solutions wird die Grundlast von Pressen sichtbar, darauf aufbauend senkt ein Eco Mode in der SPS die Last außerhalb der Produktionszeiten. Magna erfasst Strom, Gas und Druckluft bis auf einzelne Anlagen und fand mit Vodafone rasch Einsparpotenzial, unter anderem am Kühlsystem einer Formpresse.

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