Mikroskop
Vernetzte Labormikroskope machen den Service planbar: Betriebs- und Zustandsdaten fließen an eine zentrale Plattform, Modelle erkennen Ausfallrisiken früh. Servicetechniker greifen gezielt vor einem Ausfall ein und bündeln Wartungstermine.
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IoT-Services monetarisieren: von der Maschinenanbindung zum Umsatzmodell
Vernetzte Maschinen allein bringen keinen Umsatz. doubleSlash zeigt bei ZEISS Microscopy und EWE Go, wie aus Maschinendaten wiederkehrende Erlöse werden: Connect, Make Smart, Monetize.




High-End-Mikroskope vernetzen – zentrale Datenbasis macht Service planbar statt reaktiv
Labormikroskop-Service mit IoT: planen statt reagieren
ZEISS Microscopy hat ab 2018 gemeinsam mit doubleSlash seine Mikroskopsysteme im Premiumsegment angebunden. Nach ein bis zwei Monaten war der erste Gerätetyp über eine zentrale Plattform verfügbar, weitere folgten schrittweise unter einer gemeinsamen Architektur und einem einheitlichen Sicherheitskonzept. Weil die Gerätetypen Daten in unterschiedlichen Formaten liefern, wurden Formate vereinheitlicht und Inhalte standardisiert, so entstand eine belastbare Historie. Ein zentrales Device- und Update-Management hält Softwarestände konsistent. Machine Learning analysiert die Maschinendaten für Zustandsanalysen und Vorhersagen. Eine generative Serviceassistenz stellt Erfahrungswissen aus Wartungssitzungen und Anleitungen als Chatbot bereit, mit Schrittfolgen, Werkzeug- und Materiallisten und Hinweisen auf kritische Punkte.
Die Beispiele stammen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, als Früherkennung von Schäden in Predictive Maintenance und als Wissenssicherung. Bei ZEISS identifizieren Serviceteams Ausfallrisiken heute früh, informieren Kunden proaktiv und bündeln Wartungstermine. Weil die Geräte sehr zuverlässig laufen, gab es anfangs nur wenige Ausfälle als Trainingsdaten, Predictive Maintenance wurde deshalb nach dem Datenaufbau schrittweise realisiert. In Podcastfolge #198 erklären Jonas und Marina von doubleSlash das Vorgehen „Connect – Make Smart – Monetize“, mit dem aus vernetzten Geräten wiederkehrende Erlöse und geringere Servicekosten entstehen sollen.
Podcastfolgen mit Mikroskop
Häufige Fragen zum Labormikroskop-Service mit IoT
Wie lässt sich ein Mikroskopsystem vorausschauend warten?
Vorausschauende Wartung braucht zuerst eine valide Datenhistorie. ZEISS Microscopy wertet die Betriebs- und Zustandsdaten seiner vernetzten Mikroskopsysteme mit Machine Learning aus, damit Servicetechniker vor einem Ausfall aktiv werden können. Weil die Geräte selten ausfallen, gab es anfangs kaum Trainingsdaten. Deshalb wurden zuerst Daten gesammelt und die wirklich relevanten Parameter geklärt, erst danach folgten Vorhersagen Schritt für Schritt.
Wie verändert IoT die Wartung von Labormikroskopen?
IoT verkürzt den Weg zur Reparatur, weil Ausfallrisiken früh sichtbar werden und Informationen sowie empfohlene Maßnahmen zentral vorliegen, bevor der Techniker anreist. Bei ZEISS Microscopy identifizieren Serviceteams Risiken früh, informieren Kunden proaktiv und bündeln Wartungstermine. Die Fehlerdiagnose wird einfacher, und der Service kann schneller reagieren, statt erst nach einem Ausfall gerufen zu werden.
Wie hilft ein digitaler Service bei der Fehlerdiagnose am Labormikroskop?
Bei ZEISS Microscopy hilft eine generative Serviceassistenz. Sie nutzt dokumentiertes Erfahrungswissen aus Wartungssitzungen und Anleitungen und stellt es als Chatbot bereit. Techniker erhalten Schrittfolgen, Werkzeug- und Materiallisten sowie Hinweise auf kritische Punkte und arbeiten vor Ort schneller und sicherer, auch wenn ihnen tiefere Erfahrung fehlt. Laut doubleSlash senkt das den Aufwand für die Wissensweitergabe im Service.
Wie lässt sich die Wartung vieler Mikroskope weltweit vereinheitlichen?
Die Grundlage ist eine einheitliche Anbindung aller Gerätetypen mit gemeinsamer Architektur und einheitlichem Sicherheitskonzept. ZEISS Microscopy hat dafür mit doubleSlash heterogene Daten standardisiert und an eine zentrale Plattform angebunden. Ein zentrales Device- und Update-Management hält Softwarestände konsistent. Weil Wissen und Daten zentral bereitstehen, entstehen weltweit vergleichbare Serviceabläufe, und neue Produktreihen lassen sich effizient anbinden.
Weitere Assets in „Komponenten & Geräte“
Filter
Filterüberwachung mit IoT misst den Differenzdruck über dem Filter und zeigt, wie stark er verschmutzt ist. Betreiber wechseln Filter dann, wenn es nötig ist, vermeiden verstopfte Filter und Stillstände und sparen Energie und Material.
Beleuchtung
Lichtmanagement mit IoT steuert die Beleuchtung in Büros, Hallen, Filialen und an Werbeanlagen nach Anwesenheit, Helligkeit und Zeitplan und überwacht jede Leuchte aus der Ferne. Betreiber senken den Stromverbrauch und erfahren sofort von Ausfällen.
Energiekette
Eine Energiekette mit IoT-Sensorik meldet laufend, wie es um die Leitungsführung beweglicher Anlagen steht. Betreiber erfahren von Überlast, Blockaden oder Kettenbrüchen, bevor die Maschine steht, und planen den Kettentausch nach tatsächlicher Nutzung.
Stromzähler
Zählerfernauslesung bei Stromzählern heißt: Zählerstände laufen per Funk, Mobilfunk oder Impulsadapter in eine Plattform, ohne Ablesung vor Ort. Betreiber rechnen genauer ab und sehen, wo im Gebäude oder in der Produktion Energie verbraucht wird.
Elektrowerkzeug
Prozessdatenerfassung an Elektrowerkzeugen bindet Nietgeräte, Schrauber und Akku-Werkzeuge in die vernetzte Fertigung ein. Jeder Arbeitsschritt wird dokumentiert, Fehlversuche fallen auf, und die Daten fließen in Qualitätssicherung und Produktionssteuerung.
Ladesäule
Lademanagement verteilt die verfügbare Leistung am Standort auf alle Ladesäulen und Ladepunkte und überwacht sie aus der Ferne. Betreiber vermeiden Überlastungen des Netzanschlusses, binden Photovoltaik und Speicher ein und rechnen Ladevorgänge automatisch ab.
IIoT Use Case Anwenderkreis
Was in keinem Projekt steht
Was hat das Projekt gekostet? Welcher Sensor hat im Feld nicht gehalten? Wie hat man die Instandhaltung mitgenommen? Solche Fragen besprechen 300+ Anwender aus der Industrie jeden Monat untereinander, offen und ohne Anbieter im Raum.
Häufige Themen in diesen Projekten, bring deine Fragen mit:
- Digitale Dokumentation
- Predictive Maintenance
- Korrektive Instandhaltung
Jeden Monat online
Tech- und Business-Fokus im Wechsel
Nur Anwender
Kein Vertrieb im Raum, Austausch unter NDA
300+ Mitglieder
OT-, IT- und IIoT-Verantwortliche aus der Industrie
