Handhabungsroboter
Förder- und Handhabungstechnik

Handhabungsroboter

Ein Handhabungsroboter wie der Pick-and-Place-Roboter greift Teile anhand von Bildinformationen und sortiert fehlerhafte aus. Mit einer KI-Kamera erkennt er Lage und Qualität ungeordneter Teile, Inbetriebnahme und Service lassen sich digital organisieren.

Handhabungsroboter auf einen Blick

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  • Fabmatics GmbH

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Handhabungsroboter mit KI-Kamera: Teile erkennen und sortieren

Im Lösungsbeispiel von IDS und urobots läuft das neuronale Netz direkt auf der Industriekamera IDS NXT: Ein FPGA mit eigenem KI-Core führt es hardwarebeschleunigt aus, ein separater Industrie-PC entfällt. Trainiert wird über die Cloud-Software IDS NXT lighthouse oder mit eigenen TensorFlow-Modellen; 10 bis 20 Bilder pro Objekt genügten. Eine VisionApp wandelt 2D-Bildkoordinaten in 3D-Koordinaten um und steuert den Roboter über Ethernet. Laut urobots erkennt die Anwendung Objekte in 200 Millisekunden mit einer Lagegenauigkeit von ±2 Grad.

Die Use Cases sind Qualitätskontrolle, Objekterkennung im Materialfluss und Wissenssicherung. Bei der Endkontrolle von Dichtringen, die zufällig auf einem Band liegen, erkennt die Kamera fehlerhafte Ringe, und der Roboter sortiert sie aus; das Wissen eines Produktexperten fließt über gelabelte Bilder in die KI. Podcastfolge #48 mit IDS und urobots vertieft den Ansatz. Fabmatics, Hersteller von Handlingsystemen und Transportrobotern für die Halbleiterindustrie, organisiert Inbetriebnahmen über die EquipmentCloud von Kontron AIS und senkte den Zeitaufwand dafür um 50 Prozent.

Podcastfolgen mit Handhabungsroboter

Häufige Fragen zum Handhabungsroboter

Wie erkennt die Kamera eines Handhabungsroboters Lage und Ausrichtung der Teile?

Ein neuronales Netz bestimmt Position und Ausrichtung jedes Teils im Kamerabild, daraus entstehen Greifbefehle für den Roboter. Bei der Lösung von urobots läuft die KI direkt auf dem FPGA der Kamera IDS NXT. Die Software wandelt 2D-Bildkoordinaten in 3D-Koordinaten für den Roboter um. Laut urobots erfasst sie die Positionen aller Objekte in rund 200 Millisekunden, also fünf Erfassungen pro Sekunde.

Braucht man für einen Handhabungsroboter mit KI-Kamera Programmierkenntnisse?

Für das Training der KI nicht: Kunden laden in der Cloud-Software IDS NXT lighthouse passende Bilder hoch, labeln sie und starten das Training auf Knopfdruck. Die Steuerung des Roboters übernimmt eine VisionApp von urobots; deren Software ist in Python geschrieben, die Kamera-App in C++. Weil das neuronale Netz direkt auf der Kamera läuft, entfällt der sonst übliche PC. Über Ethernet lässt sich die App an andere Robotermodelle anpassen.

Wie lernt ein Sortierroboter in der Qualitätskontrolle, Gut- von Schlechtteilen zu unterscheiden?

Mit wenigen gelabelten Bildern und dem Wissen eines Fachexperten. Für die Kontrolle von Dichtringen genügten 10 bis 20 Bilder pro Objekt. Ein Experte, der Fehler am Produkt beurteilen kann, teilte die Bilder in gut und fehlerhaft ein und gab so sein Wissen an die KI weiter. urobots trainierte das Netz, wandelte es ins Format für IDS NXT um und lud es auf die Kamera. Daraus erstellt die Software konkrete Arbeitsanweisungen, mit denen der Roboter fehlerhafte Dichtringe aussortiert.

Wie lässt sich die Roboter-Inbetriebnahme bei Handhabungssystemen beschleunigen?

Mit einem digitalen Serviceportal, das Arbeitsabläufe, Checklisten und Anlagenhistorie bündelt. Fabmatics nutzt dafür statt Excel-Tabellen die EquipmentCloud von Kontron AIS. Die Workflows-App führt Techniker etwa durch die präzise Kalibrierung der Kameras. Fabmatics senkte den Zeitaufwand für die Inbetriebnahme um 50 Prozent und steigerte die Prozessgeschwindigkeit um 30 Prozent; für Transportroboter ist im Durchschnitt nur noch ein Abnahmetest nötig.

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