Fass
IoT erfasst den Füllstand im Industriefass laufend, zeigt, wie viel Material noch darin steckt, und berechnet die Restlaufzeit. Nachschub wird so rechtzeitig bestellt und die Produktion steht nicht still, weil Harz oder Härter fehlen.
Fass auf einen Blick
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Industriefass Füllstand: Nachschub planen, bevor das Material fehlt
Im Lösungsbeispiel messen Füllstandsensoren an den Fässern und geben ihren Wert als 4…20-mA-Signal an die Anlagensteuerung. Ein IO-Link-Datensplitter (E43406) lässt dieses Signal unberührt und koppelt zusätzlich das IO-Link-Signal aus, das ein IO-Link-Master (AL1350) an die IIoT-Plattform ifm moneo weitergibt. Optische Abstandssensoren erkennen, wann die Türen vor den Fässern geöffnet werden, damit ein Fasswechsel keine Fehlbestellung auslöst. Der moneo LifetimeEstimator, ein KI-Werkzeug ohne Programmierung, sagt die Restlaufzeit jedes Fasses voraus.
Das Beispiel kommt aus Maschinenbau und Elektronik: Die ifm-Unternehmensgruppe überwacht in der Sensorfertigung die Fässer mit Harz und Härter für Gießharz. Weil die beiden Stoffe unterschiedlich schnell verbraucht werden und sich neue Fässer erst an das Raumklima anpassen müssen, zählt die Vorlaufzeit. Die Warngrenze löst die Materialbeschaffung in SAP aus, die Alarmgrenze markiert den Fasswechsel. Nach dem Anlernen bestellt das System ein neues Fass 24 Stunden vor Erreichen der Alarmgrenze aus dem Zentrallager. In Podcastfolge #113 zeigen DENIOS und ROBIOTIC zudem ein Leckage-Warnsystem für die Gefahrstofflagerung.
Podcastfolgen mit Fass
Häufige Fragen zum Füllstand im Industriefass
Wie verhindert man Fehlalarme beim Fasswechsel?
Fehlalarme beim Fasswechsel lassen sich verhindern, indem das System erkennt, dass gerade jemand am Fass arbeitet. Bei ifm erfassen optische Abstandssensoren, wann die Türen vor den Gießharzfässern geöffnet werden. In dieser Zeit löst ein sinkender oder springender Füllstand keine Bestellung aus. So entsteht weder beim Wechsel noch bei einer Wartung eine Fehlbestellung durch einen unbeabsichtigt erreichten Grenzwert.
Wie wird die Nachbestellung im Fasslager automatisiert?
Die Nachbestellung wird automatisiert, indem Füllstandsgrenzen direkt einen Bestellvorgang auslösen. Im Beispiel von ifm schickt moneo beim Erreichen der Warngrenze über eine eigene Schnittstelle eine Bestellung an SAP. Später übernimmt der moneo LifetimeEstimator: Er berechnet die Restlaufzeit aus dem tatsächlichen Verbrauch und bestellt ein neues Fass 24 Stunden vor dem nötigen Wechsel aus dem Zentrallager.
Kann man vorhandene Füllstandsensoren an Fässern nachrüsten, ohne die Steuerung anzufassen?
Ja, vorhandene Sensoren lassen sich ohne Eingriff in die Steuerung anbinden. ifm nutzt dafür einen IO-Link-Datensplitter: Er reicht das 4…20-mA-Signal unverändert an die Anlagensteuerung weiter und stellt das bisher ungenutzte IO-Link-Signal einem IO-Link-Master zur Verfügung. Der Adapter trennt beide Seiten galvanisch, sodass die ursprüngliche Steuerung unbeeinflusst bleibt. Die Daten gehen über das Netzwerk an moneo.
Wie unterstützt IoT die Überwachung im Gefahrstofflager?
IoT überwacht im Gefahrstofflager Werte wie Temperatur und Leckagen automatisch und ersetzt manuelle Kontrollgänge. In Podcastfolge #113 stellen DENIOS und ROBIOTIC ein Leckage-Warnsystem vor, gemeinsam mit Hoffmann + Krippner und TK-World. Sensoren senden ihre Daten per Mobilfunk in eine Kunden-Cloud, im Portal legen Kunden Regeln fest und erzeugen Berichte auf Knopfdruck, etwa für Audits.
Weitere Assets in „Behälter, Silos und Tanks“
Transportbehälter
Transportüberwachung mit IoT meldet, wo ein Transportbehälter gerade ist und ob ihn jemand unbefugt öffnet. Bei wertvoller oder empfindlicher Ware schlägt das System sofort Alarm, statt dass ein Diebstahl erst beim Empfänger auffällt.
Ladungsträger
Ein RTLS ortet Ladungsträger wie Gitterboxen, Paletten und Behälter in Halle und Werk in Echtzeit. Unternehmen sparen Suchzeiten, ersetzen Begleitpapiere und manuelles Scannen und lösen Buchungen und Transporte automatisch aus.
Palette
Palettenmanagement mit IoT zeigt, wo jede Palette steht, was darauf liegt und wie viel noch da ist. Sensoren, RFID und Funk ersetzen Suchfahrten, manuelles Scannen und Inventurzählungen mit dem Stapler.
Prozessbehälter
Prozessüberwachung mit IoT erfasst laufend Füllstand, Temperatur, Feuchte und weitere Parameter im Prozessbehälter. Betreiber wissen ohne Kontrollgänge, wann nachgefüllt oder geleert werden muss und ob der Inhalt noch verwendbar ist.
Container
Containerortung mit IoT zeigt, wo sich ein Container gerade befindet und in welchem Zustand er ist, ob Luftfrachtcontainer, Container im Baustellen-Fuhrpark oder weltweit verschickter Behälter. Unternehmen sparen Suchaufwand und planen Lagerplätze und Einsätze genauer.
Kraftstofftank
Die Fernüberwachung per IoT meldet den Füllstand am Dieseltank eines Werks, an Treibstoffreserven für den Notfall oder am Kraftstofftank eines Baustellentrockners laufend an eine Plattform. Betreiber planen Nachfüllungen nach realen Werten und erkennen Diebstahl oder Leckagen früh.
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Was in keinem Projekt steht
Was hat das Projekt gekostet? Welcher Sensor hat im Feld nicht gehalten? Wie hat man die Instandhaltung mitgenommen? Solche Fragen besprechen 300+ Anwender aus der Industrie jeden Monat untereinander, offen und ohne Anbieter im Raum.
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