Werksausweis
Mit dem Werksausweis zur Werkzeugausgabe: Mitarbeitende halten ihn an den Leser eines vernetzten Werkzeugautomaten und entnehmen Bohrer oder Schneidplatten. Jede Entnahme landet automatisch im SAP-System.
Werksausweis auf einen Blick
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Werksausweis für die Werkzeugausgabe: Entnahme per IoT
Im Lösungsbeispiel genügt der normale Werksausweis, um den Automaten über ein Touch-Display zu bedienen. Für die Zuordnung zu Kostenstellen lesen Mitarbeitende zusätzlich Arbeitsblätter mit Barcode an der Bedieneinheit ein. Die Automaten sind mit Connectivity-Modulen und SIM-Karten ausgestattet und übertragen ihre Verbrauchsdaten nachts über 4G und 5G an einen zentralen Server, der die Daten puffert und an SAP weitergibt. In umgekehrter Richtung liefert SAP Konfigurationen, Software-Updates und Werkzeugkataloge an die Automaten.
Das Beispiel stammt aus der Metall- und Elektronikindustrie, Use Cases sind Bestandsmanagement und Nachbestellungen. Der Werkzeughersteller CERATIZIT hat sein Tool-O-Mat-Konzept zusammen mit dem IT-Dienstleister Materna in die Cloud gebracht. Rund 1.000 Automaten in 22 Ländern mit bis zu 840 Produkten kommunizieren mit SAP, zuvor oft noch über den langsamen Mobilfunkstandard CSD. Über Fernzugriff sind etwa System-Reboots möglich, Einsätze vor Ort sind sehr selten geworden. In Folge 72 des IoT Use Case Podcasts erklären Marcus Götting und Tobias Baur, wie Serviceeinsätze etwa in Mexiko direkt aus Kempten erfolgen.
Podcastfolgen mit Werksausweis
Häufige Fragen zum Werksausweis an der Werkzeugausgabe
Wie öffnet der Werksausweis einen Werkzeugautomaten?
Mitarbeitende halten ihren normalen Werksausweis an den Leser des Automaten, danach wählen sie das Werkzeug auf dem Touch-Display. Bei den Tool-O-Mat-Automaten von CERATIZIT ist kein eigener Zugang nötig. Für den Anwender ist es unerheblich, in welchem Fach ein Werkzeug liegt, er bekommt es einfach bereitgestellt. Die Entnahme fließt als Verbrauchsdatensatz in das SAP-System.
Wie ordnet man Werkzeugentnahmen einer Kostenstelle zu?
Über einen Barcode auf dem Arbeitsblatt, der zusätzlich zum Werksausweis an der Bedieneinheit eingelesen wird. So weisen die Automaten von CERATIZIT jede Entnahme einer Kostenstelle zu. Im SAP-System erfolgt die Zuordnung zu Kunden und Projekten, dort laufen Administration, Bestände und Abrechnung der Automaten zentral zusammen. Die Zahlung richtet sich nach dem Verbrauch.
Wie kommen die Daten vom Werkzeugautomaten ins SAP-System?
Über einen zentralen Server zwischen Automaten und SAP, der den Datenfluss steuert und puffert, falls ein Automat nicht erreichbar ist. Bei CERATIZIT übertragen die Automaten ihre Verbrauchsdaten nachts über 4G und 5G, weil GSM in manchen Ländern bereits abgeschaltet ist. SAP liefert im Gegenzug Konfigurationen und Software-Updates. Umgesetzt hat das der IT-Dienstleister Materna.
Lässt sich mit dem Werksausweis auch Schutzausrüstung ausgeben?
Technisch ist das System nicht auf Werkzeuge beschränkt. CERATIZIT und Materna nennen die Ausgabe persönlicher Schutzausrüstung ausdrücklich als denkbare Erweiterung, umgesetzt ist sie im Lösungsbeispiel aber noch nicht. Die Grundlage wäre dieselbe: Entnahme per Werksausweis, Verbrauchsdaten in SAP, Nachbestellung über das Inventory-Management mit Analysefunktion, das Bestückung und Bestelllisten optimiert.
Weitere Assets in „Komponenten & Geräte“
Filter
Filterüberwachung mit IoT misst den Differenzdruck über dem Filter und zeigt, wie stark er verschmutzt ist. Betreiber wechseln Filter dann, wenn es nötig ist, vermeiden verstopfte Filter und Stillstände und sparen Energie und Material.
Beleuchtung
Lichtmanagement mit IoT steuert die Beleuchtung in Büros, Hallen, Filialen und an Werbeanlagen nach Anwesenheit, Helligkeit und Zeitplan und überwacht jede Leuchte aus der Ferne. Betreiber senken den Stromverbrauch und erfahren sofort von Ausfällen.
Energiekette
Eine Energiekette mit IoT-Sensorik meldet laufend, wie es um die Leitungsführung beweglicher Anlagen steht. Betreiber erfahren von Überlast, Blockaden oder Kettenbrüchen, bevor die Maschine steht, und planen den Kettentausch nach tatsächlicher Nutzung.
Stromzähler
Zählerfernauslesung bei Stromzählern heißt: Zählerstände laufen per Funk, Mobilfunk oder Impulsadapter in eine Plattform, ohne Ablesung vor Ort. Betreiber rechnen genauer ab und sehen, wo im Gebäude oder in der Produktion Energie verbraucht wird.
Elektrowerkzeug
Prozessdatenerfassung an Elektrowerkzeugen bindet Nietgeräte, Schrauber und Akku-Werkzeuge in die vernetzte Fertigung ein. Jeder Arbeitsschritt wird dokumentiert, Fehlversuche fallen auf, und die Daten fließen in Qualitätssicherung und Produktionssteuerung.
Ladesäule
Lademanagement verteilt die verfügbare Leistung am Standort auf alle Ladesäulen und Ladepunkte und überwacht sie aus der Ferne. Betreiber vermeiden Überlastungen des Netzanschlusses, binden Photovoltaik und Speicher ein und rechnen Ladevorgänge automatisch ab.
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