Nuss
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In der Nussverarbeitung prüft eine KI-Kamera beim Abpacken, ob jede Nuss und jede Mischung den Vorgaben entspricht. So erkennt der Hersteller falsche Anteile und fehlerhafte Nüsse, ohne von Hand vorzusortieren, zu zählen oder zu wiegen.

Nuss auf einen Blick

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Nussverarbeitung: Qualitätskontrolle mit KI-Kamera

Im Lösungsbeispiel setzt IDS Imaging Development Systems seine Industriekamera IDS NXT ein. Der Anwender nimmt etwa 50 Bilder je Nussart in unterschiedlicher Form, Position und Anzahl auf. Ein Produktexperte kennzeichnet fehlerhafte Nüsse, dieser Vorgang heißt Labeln. Über die Vision App gehen die Bilder in die Cloud, wo das neuronale Netz der Kamera trainiert wird. KI-Fachwissen braucht der Anwender dafür nicht, Produktwissen genügt. Die Kamera kommuniziert über OPC UA ohne zwischengeschalteten PC mit Geräten, Maschinen und Diensten. Ein Dashboard zeigt die Auswertungen, zum Beispiel die Fehlerquote bei der Nusssortierung.

Use Case ist die lückenlose Kontrolle in der Produktion. Die Herausforderung: Nüsse sind organische Produkte und weichen in Form und Farbe stark voneinander ab, anders als etwa Schrauben, bei denen jede Abweichung auf einen Fehler hinweist. Die Kamera sollte im Beispiel prüfen, ob sich wirklich der vorgegebene Anteil Walnüsse oder Mandeln in der Tüte befindet. Weil der Kostendruck in der Lebensmittelindustrie hoch ist, bietet IDS neben der vollautomatischen auch eine teilautomatisierte Lösung an. Die Lösung lässt sich laut Quelle in-house umsetzen, eine zusätzliche Sichtkontrolle bleibt möglich, Bilder und Auswertungen werden dokumentiert.

Häufige Fragen zur Nussverarbeitung

Wie sortiert eine KI-Kamera Nüsse?

Eine KI-Kamera sortiert Nüsse mit einem neuronalen Netz, das auf Bildern der jeweiligen Nussarten trainiert wurde. Im Beispiel von IDS nimmt der Anwender etwa 50 Bilder je Nussart auf und kennzeichnet fehlerhafte Nüsse. Danach klassifiziert die IDS NXT jede Nuss selbst, auch wenn sich Form und Farbe stark unterscheiden. Die Fehlerquote zeigt ein Dashboard laufend an.

Warum ist die Qualitätskontrolle bei Nüssen schwierig?

Nüsse sind organische Produkte, die in Form und Farbe stark voneinander abweichen. Herkömmliche Sortier- und Prüfsysteme sind auf nahezu gleiche Teile ausgelegt, bei denen jede Abweichung einen Fehler anzeigt, etwa in der Schraubenproduktion. Bei Nüssen funktioniert das nicht. IDS nennt sie variantenreiche organische Objekte und setzt deshalb auf eine Kamera mit trainiertem neuronalem Netz.

Wie wird beim Abpacken von Nüssen die Mischung geprüft?

Die Kamera prüft beim Abpacken, ob die einzelnen Nussarten im vorgegebenen Anteil in der Packung liegen. Im Beispiel von IDS sollte die IDS NXT herausfinden, ob sich wirklich der festgelegte Anteil Walnüsse oder Mandeln in der Tüte befindet. Dafür erkennt sie jede Nussart als eigene Objektklasse. Bilder und Auswertungen werden dokumentiert, eine zusätzliche Sichtkontrolle bleibt möglich.

Braucht man für die Walnuss-Sortierung mit KI eigene Experten?

Nein, für das Training reicht Produktwissen, KI-Fachkompetenz ist laut IDS nicht nötig. Der Anwender nimmt Bilder der Walnüsse auf, ein Produktexperte labelt fehlerhafte Exemplare, und die Vision App trainiert das Netz in der Cloud. Die Software hilft bei der Nachbearbeitung der Aufnahmen, etwa beim Aufhellen oder Ausrichten. So lässt sich die Lösung in-house umsetzen.

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