Nottaster
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Nottaster

Öffentliche Nottaster im Bevölkerungsschutz geben Menschen eine Möglichkeit, Hilfe zu rufen, wenn Mobilfunk, Internet oder Strom ausfallen. Ein eigenes Funknetz überträgt den Alarm direkt an die Feuerwehr.

Nottaster auf einen Blick

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  • Swissphone

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Nottaster im Bevölkerungsschutz: Notruf auch ohne Netz

Im Lösungsbeispiel kommt der Nottaster m.HELP von Swissphone zum Einsatz: IP65-Gehäuse, Status-LED und ein Lautsprecher für Sprachmeldungen. Die Geräte sind netzgespeist und überbrücken mit einer Pufferbatterie bis zu 48 Stunden Stromausfall. Das mioty-Modul m.YON sendet an die nächste Basisstation m.BASE, viele Taster erreichen mehrere Stationen zugleich. Die Basisstationen stehen erhöht auf Bergrücken oder Türmen mit Notstrom. Ausgewertet wird in einem lokal installierten, redundanten Service- und Application Center, bewusst ohne Cloud. Über bestehende Alarmserver gehen die Notrufe an die Freiwillige Feuerwehr der Region.

Das Beispiel stammt aus der öffentlichen Hand. Die Autonome Provinz Südtirol (Agentur für Bevölkerungsschutz) installiert 333 Nottaster an den Feuerwehrhallen ihrer Gemeinden. Für 540.000 Einwohner auf 7.400 km² genügen 50 Basisstationen. Bisher erlaubte das Paging-System nur die Alarmierung von der Leitstelle zu den Einsatzkräften, ohne Rückkanal aus der Bevölkerung. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2026 geplant. Wie robust die Funktechnik in schwierigen Signalumgebungen ist, beschreibt Podcastfolge #160 mit Diehl Metering und der mioty alliance.

Podcastfolgen mit Nottaster

Häufige Fragen zu Nottastern im Bevölkerungsschutz

Funktioniert ein öffentlicher Nottaster auch bei Stromausfall?

Ja, im Beispiel aus Südtirol überbrückt eine Pufferbatterie im Nottaster einen Stromausfall von bis zu 48 Stunden. Auch die Basisstationen stehen an Standorten mit Notstromversorgung. Weil das Funkprotokoll mioty sehr wenig Energie braucht, kann das Netz über längere Zeit mit Notstrom laufen. Die Auswertung liegt lokal und redundant, damit der Alarm auch ohne öffentliches Internet ankommt.

Wie erreicht der Alarm eines Nottasters die Feuerwehr?

Der Alarm läuft vom Nottaster per Funk zur Basisstation und von dort in ein lokales Service- und Application Center, das ihn über bestehende Alarmserver an die zuständige Freiwillige Feuerwehr weitergibt. In Südtirol stehen die 333 Nottaster an den Feuerwehrhallen der Gemeinden. Die Lösung ergänzt das vorhandene Paging-System um einen Rückkanal aus der Bevölkerung.

Wie viele Basisstationen braucht ein Netz für Nottaster?

Das hängt von Fläche und Gelände ab, im Gebirge reichen dank hoher Funkreichweite aber wenige Stationen. Für die gesamte Provinz Südtirol mit 7.400 km² sind 50 mioty-Basisstationen vorgesehen, im November 2025 war rund die Hälfte installiert. Sie stehen erhöht auf Bergrücken oder Türmen. Viele Nottaster erreichen mehrere Basisstationen gleichzeitig, das schafft Redundanz.

Warum setzen Gemeinden auf Nottaster statt auf Mobilfunk?

Nottaster mit eigenem Funknetz funktionieren auch dann, wenn Mobilfunk oder Internet ausfallen, etwa nach Unwettern oder großflächigen Stromausfällen. In Südtirol kommen Funklöcher in Tälern und Schluchten hinzu. Mobilfunklösungen schieden wegen ihres hohen Energiebedarfs aus, andere LPWAN-Technologien boten nicht die nötige Ausfallsicherheit. Das Netz von Swissphone ist deshalb unabhängig von öffentlichen Netzen aufgebaut.

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