Kommissionierroboter
Förder- und Handhabungstechnik

Kommissionierroboter

Ein Kommissionierroboter greift Pakete, Beutel und Schachteln, die er vorher nie gesehen hat. Kameras und Software erkennen jedes Objekt und berechnen die passende Greifposition, damit der Roboter Waren sicher kommissioniert, verpackt und Lkw be- und entlädt.

Kommissionierroboter auf einen Blick

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  • Fizyr

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Kommissionierroboter mit Bildverarbeitung und IoT

Im Lösungsbeispiel erfasst eine uEye-CP-Kamera von IDS die Ladegüter zunächst als 2D-Bild. Ein Algorithmus ordnet die Objekte Klassen wie Schachtel, Beutel, Umschlag, Rohr oder Zylinder zu, auch wenn sie in Form, Größe, Farbe und Material stark abweichen. Eine Ensenso-Kamera erzeugt zusätzlich eine 3D-Punktwolke mit allen räumlichen Koordinaten. Die Software verknüpft beide Bilder, analysiert die Oberflächen und schlägt dem Roboter die beste Greifposition vor. Mit sechs Freiheitsgraden führt er über 100 Greifposen pro Sekunde aus.

Das Beispiel stammt aus der Logistik, Use Case ist die Objekterkennung im Materialfluss. Das Softwarehaus Fizyr hat dafür eine modulare Plug-and-Play-Software entwickelt, die Integratoren mit freier Hardwarewahl in ihre eigene Kommissionierzelle einbauen. Die Ausgangslage ist schwierig: Im Laderaum eines Lkw ist es oft dunkel, Pakete liegen überlagert und eng gestapelt, Hochglanzverpackungen reflektieren, Beutel sind transparent. Die Software führt zudem eine Qualitätskontrolle durch, sodass keine beschädigten Pakete auf dem Sortierer landen. Ergebnis laut Quelle: Die Arbeitssicherheit steigt, und wegen der niedrigen Fehlerrate sinken die Logistikkosten. Wie weit automatisiert wird, entscheidet der Anwender, von einzelnen Aufgaben bis zur vollständigen Lkw-Entladung.

Häufige Fragen zu Kommissionierrobotern

Welche Vorteile bringt ein Kommissionierroboter?

Ein Kommissionierroboter übernimmt monotone Greifaufgaben und arbeitet auch dort, wo Licht und Sicht schlecht sind. Im Beispiel von Fizyr und IDS steigt die Arbeitssicherheit, und die niedrige Fehlerrate senkt die Logistikkosten. Weil die Software beschädigte Pakete erkennt, landen sie nicht auf dem Sortierer. Der Anwender entscheidet selbst, ob er nur einzelne Aufgaben abgibt oder ganze Prozesse wie die Lkw-Entladung automatisiert.

Wie erkennt ein Roboter bei der Kommissionierung unbekannte Objekte?

Der Roboter kombiniert ein 2D-Bild mit einer 3D-Punktwolke und lässt eine Software die Objekte klassifizieren. Im Lösungsbeispiel liefert eine uEye-CP-Kamera das 2D-Bild, eine Ensenso-Kamera die räumlichen Koordinaten. Der Algorithmus von Fizyr erkennt Schachteln, Beutel, Umschläge, Rohre oder Zylinder, die er vorher nicht kannte, analysiert ihre Oberflächen und schlägt die beste Greifposition vor.

Kann ein Roboter Lkw automatisch entladen?

Ja, mit präziser Bildverarbeitung kann ein Kommissionierroboter Ladeflächen be- und entladen. Schwierig ist der Laderaum, weil das Licht oft schlecht ist und Pakete überlagert, eng gestapelt, glänzend oder transparent sind. Die Software von Fizyr wertet dafür Bilder von IDS-Kameras aus und berechnet die Greifposition. Ein großes Kamerablickfeld und eine hohe Kamerageschwindigkeit sorgen für kurze Reaktionszeiten des Roboters.

Kann derselbe Roboter auch depalettieren?

Ja, im Lösungsbeispiel ist das Depalettieren eine der Aufgaben neben Kommissionieren, Palettieren und dem Handhaben verschiedenster Pakete. Möglich wird das, weil die Software jede Greifposition aus Kamerabildern neu berechnet, statt feste Positionen anzufahren. Der Roboter braucht dafür viele Freiheitsgrade, im Beispiel sechs, und führt dutzende Greifpositionen pro Sekunde aus. Integratoren wählen die Hardware für ihre Zelle frei.

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