Bioreaktor
Maschinen und Anlagen

Bioreaktor

Die Steuerung eines Bioreaktors per IoT regelt Licht, Wassertemperatur, Pumpen und Fütterung anhand laufender Messwerte. Betreiber überwachen und optimieren das System aus der Ferne und greifen nur bei Problemen ein.

Bioreaktor auf einen Blick

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Bioreaktor Steuerung per IoT: Aquakultur aus der Ferne regeln

Im Lösungsbeispiel messen Sensoren regelmäßig Temperatur, Licht, Sauerstoffgehalt des Wassers und weitere Parameter, Kameras beobachten den Fischschwarm und liefern mittels künstlicher Intelligenz Daten über dessen Zustand. Das System besteht aus Regelung und Steuerung. Die Regelung liest die Sensoren aus und steuert Aktoren, im Prototyp auf einem Raspberry Pi, später auf einem eigens gefertigten Controller. Die Steuerung ist per MQTT mit der Regelung verbunden und geht über einen Router per WLAN oder Mobilfunk ins Internet. In der Cloud landen die Daten in einer Datenbank zur Visualisierung und in einem Data Lake zur Analyse. Die Verbindung ist in beiden Richtungen verschlüsselt.

Das Beispiel stammt aus der Agrarwirtschaft und gehört zur Fernauslesung und Temperaturmessung im Condition Monitoring. Das österreichische Biotech-Startup Blue Planet Ecosystems hat mit LARA eine geschlossene Aquakultur in Containergröße entwickelt: Mit Sonnenlicht vermehrt sie Algen, die Zooplankton ernähren, das wiederum die Fische frisst. Für die Vernetzung mit seiner Cloud-Plattform sorgt der IoT-Anbieter Cloudflight. Die Plattform kann die interne Regelung per Befehl übersteuern, über eine Weboberfläche ist manuelle Steuerung möglich. Die Komponenten lassen sich fernaktualisieren, und dank MQTT und der gewählten Architektur können weitere Sensoren und Aktoren leicht nachgerüstet werden.

Häufige Fragen zur Steuerung von Bioreaktoren

Wie wird ein Algen-Bioreaktor mit Sensordaten geregelt?

Geregelt wird über Messwerte wie Temperatur, Licht und Sauerstoffgehalt, aus denen die Software die Stellgrößen ableitet. Im LARA-System von Blue Planet Ecosystems vermehren sich Algen mit Sonnenlicht und dienen als Nahrung für Zooplankton. Eine Software regelt anhand der Sensordaten Licht und Wassertemperatur sowie Wasserpumpen und Fütterung. Alle Werte werden aufgezeichnet, um den Bioreaktor per Datenanalyse weiter zu optimieren.

Was unterscheidet einen Bioreaktor für die Aquakultur von klassischen Fischzuchtanlagen?

Der vernetzte Bioreaktor arbeitet als geschlossenes Ökosystem weitgehend autonom und wird per IoT überwacht. Klassische Kreislaufanlagen stehen laut Lösungsbeispiel in großen Hallen mit Wasseraufbereitung und haben hohe Betriebskosten. LARA von Blue Planet Ecosystems hat dagegen Containergröße, braucht eine Startsaat und einige hundert Liter Wasser und lässt sich an jedem Standort aufstellen, etwa in der Wüste.

Wie lässt sich ein Bioreaktor aus der Ferne überwachen und eingreifen?

Aus der Ferne überwacht wird über eine Cloud-Plattform, die Statusdaten empfängt und Befehle zurücksendet. Im Beispiel arbeitet das System autonom, schickt aber regelmäßig Statusangaben in die Cloud von Cloudflight. Die Plattform kann die interne Regelung übersteuern, über eine Weboberfläche ist auch manuelle Steuerung möglich. Die Verbindung ist in beiden Richtungen mit einer Transportverschlüsselung geschützt.

Welche Sensoren und Daten braucht die Steuerung eines Bioreaktors?

Die Steuerung braucht Messwerte zu Temperatur, Licht und Sauerstoffgehalt des Wassers sowie weitere Parameter des Prozesses. Im Lösungsbeispiel kommen Kameras hinzu, die den Fischschwarm beobachten und per künstlicher Intelligenz Zustandsdaten liefern. In der Cloud speichert eine Datenbank die Werte für die Visualisierung, ein Data Lake hält die aggregierten Daten für Analysen bereit. Weitere Sensoren lassen sich nachrüsten.

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