Isoliergas SF₆
Die SF6 Überwachung mit IoT misst laufend Dichte und Feuchte des Isoliergases SF₆ in gasisolierten Schaltanlagen. Betreiber erkennen Leckagen und Verunreinigungen früh und warten nur dann, wenn es tatsächlich nötig ist.
Isoliergas SF₆ auf einen Blick
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SF6 Überwachung: Leckagen in Schaltanlagen früh erkennen
Im Lösungsbeispiel rüstet WIKA die Schaltanlagen mit Sensoren für Gasdichte- und Feuchtemessung aus. In Innenanlagen sind sie per Kabel und Edge-Gateway mit der Cloud oder einem lokalen Server verbunden. Bei großen Außenanlagen überträgt LoRaWAN die Daten über 10 Kilometer und mehr; batteriebetriebene Low-Power-Technik reicht, weil Datenmenge und Sendehäufigkeit unkritisch sind. In der Cloud stellen Nutzer anlagenspezifische Grenzwerte ein, die bei zu hoher Feuchte, starker Temperaturschwankung oder plötzlich sinkendem Gasdruck Alarm auslösen. Algorithmen leiten aus historischen Daten einen Erwartungsbereich ab und warnen vor Erreichen der Grenzwerte. Kunden können die Daten per API in eigene Plattformen holen.
Das Beispiel stammt aus Energie und Umwelt, die Use Cases reichen von Leckage-Erkennung bis Predictive Maintenance. WIKA bietet Betreibern von Mittel- und Hochspannungsanlagen Messtechnik, Software und Service als Komplettlösung. Laut WIKA ist das System in wenigen Stunden aufgebaut und in Minuten konfiguriert. Automatisch dokumentierte Werte ersetzen einen Teil der Kontrollen durch Techniker. In Podcastfolge #126 erläutert Philipp Lausberger von WIKA den Use Case der SF₆-gefüllten Schaltanlagen.
Podcastfolgen mit Isoliergas SF₆
Häufige Fragen zur SF6 Überwachung
Was wird an einer SF6-Schaltanlage gemessen?
An einer SF6-Schaltanlage werden vor allem Gasdichte und Feuchte des Isoliergases gemessen. Sinkt die Dichte, deutet das auf eine Leckage hin, steigt die Feuchte, ist das Gas verunreinigt. Im Lösungsbeispiel von WIKA lösen zusätzlich starke Temperaturschwankungen oder ein plötzlich sinkender Gasdruck einen Alarm aus. Die Grenzwerte legen Betreiber kunden- und anlagenspezifisch in der Plattform fest.
Warum lohnt sich für die SF6-Gaswartung eine dauerhafte Überwachung?
Für die SF6-Gaswartung lohnt sich eine dauerhafte Überwachung, weil Leckagen die Funktion der Schaltanlage beeinträchtigen und das Gas stark klimaschädlich ist. SF₆ isoliert die elektrischen Leiter und verringert Funken und Lichtbögen beim Schalten. Laut WIKA nehmen gasbedingte Ausfälle 15 bis 25 Jahre nach der Installation stark zu. Weil SF₆ bei der Wartung abgepumpt und aufgefangen werden muss, lohnt es sich, nur bei Bedarf einzugreifen.
Wie gelangen die Daten eines Gasdichtesensors in die Cloud?
Die Daten gelangen je nach Anlage per Kabel oder Funk in die Cloud. Bei Innenanlagen verbindet WIKA die Sensoren über Kabel und ein Edge-Gateway mit der Cloud oder einem lokalen Server. Bei großen Außenanlagen überbrückt LoRaWAN mit einem Gateway Distanzen von 10 Kilometern und mehr. Für SF₆ genügt die batteriebetriebene Low-Power-Technik, weil nur kleine Datenpakete in größeren Abständen anfallen.
Hilft eine SF6-Überwachung bei Umweltauflagen?
Ja, eine SF6-Überwachung hilft, weil sie Austritte früh zeigt und die Messwerte automatisch dokumentiert. Laut WIKA lassen sich so der Austritt von SF₆ verringern und mögliche Strafzahlungen aufgrund von Umweltauflagen reduzieren. Für Themen wie Diagnose, Compliance und Dokumentation kooperiert WIKA mit branchenspezifischen Partnern, die Daten stehen dafür auch per API zur Verfügung.
Weitere Assets in „Fluide & Gase“
Druckluft
Leckageortung bei Druckluft mit IoT misst Durchfluss, Druck und Kompressorlast laufend und macht Leckagen und ungenutzte Laufzeiten sichtbar. So sinken die Kosten für einen der teuersten Energieträger in der Produktion.
Raumluft
Die Luftqualität am Arbeitsplatz zu messen heißt bei IoT-Lösungen: Sensoren erfassen CO₂, Feinstaub, Partikel, Temperatur und Luftfeuchte laufend und melden Grenzwertüberschreitungen sofort. So schützen Betreiber Beschäftigte, sichern die Produktqualität und heizen und lüften nach Bedarf.
Trinkwasser
Leckageüberwachung im Trinkwassernetz misst mit IoT laufend Druck, Durchfluss und Verbrauch und meldet Abweichungen sofort. Versorger finden Leckagen, Rohrbrüche und Wasserdiebstahl früher und verlieren weniger Trinkwasser.
Abwasser
Durchflussmessung, Füllstand und Wasserqualität im Abwasser lassen sich mit IoT direkt an Leitung, Becken und Einleitstelle erfassen. Betreiber sehen Abwassermengen in Echtzeit, reagieren schneller auf Störungen und erfüllen Nachweispflichten ohne tägliche Probenahme.
Grundwasser
Grundwasserpegel lassen sich mit IoT automatisch messen und per Funk an eine Plattform übertragen. Behörden, Stadtwerke, Baustellen und Betriebe mit eigenem Brunnen ersetzen manuelle Messungen und werden bei kritischen Wasserständen oder Störungen der Pumpen alarmiert.
Metallschmelze
Eine Metallschmelze in Gießerei und Vakuum-Metallurgie mit IoT zu überwachen heißt, Schmelzbad, Füllstand, Temperatur und Druck laufend zu erfassen. Abweichungen fallen auf, bevor eine Charge unbrauchbar wird oder ein Ofen leer läuft.
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