Beschichtungsanlage
Maschinen und Anlagen

Beschichtungsanlage

An der Beschichtungsanlage überwacht IoT den laufenden Prozess per Kamera und Sensorik, damit Abweichungen auffallen, bevor eine ganze Charge unbrauchbar wird. Zugleich entsteht die lückenlose Dokumentation, die regulierte Branchen wie die Luftfahrt verlangen.

Beschichtungsanlage auf einen Blick

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Beschichtungsanlage: Abweichungen live erkennen, Chargen sichern

In den Lösungsbeispielen von ALD Vacuum Technologies verdampft ein Elektronenstrahl Keramik in einer Vakuumkammer, in deren Dampfwolke Turbinenschaufeln beschichtet werden. Eine auf das Schmelzbad gerichtete Prozesskamera erfasst laufend den Zustand des flüssigen Materials. Das Advanced Observation System (AOS) mit dem Modul EB Vision Monitoring wertet Helligkeitsänderungen in Echtzeit aus und leitet daraus Kennwerte wie Pool Roughness, Pool Level und Overflow ab. Temperatur, Druck und Gas kommen aus der SPS und weiteren Sensoren hinzu. Die Plattform ALD EXPERT GRID führt alles zusammen, läuft auf dem Server des Kunden oder einem Industrie-PC und bindet Anlagen über OPC UA an ERP und MES an. Gespeichert wird in InfluxDB, visualisiert in Grafana.

Die Beispiele kommen aus Maschinenbau, Automobil sowie Metall und Elektronik, mit dem Ziel lückenloser Kontrolle und digitaler Produktionsprotokolle. Früher musste ein Operator den Verdampfungsprozess während der gesamten achtstündigen Schicht durch einen kleinen Viewport beobachten. Heute zeigt AOS erkannte Anomalien direkt im Live-Video und speichert die Prozessvideos mit Zeitstempel und Chargennummer. Laut ALD gibt es dadurch seltener fehlerhafte Chargen und kürzere Stillstände, der Dokumentationsaufwand sinkt. In Folge #133 stellt Frederic Schum die Lösungen von ALD EXPERT vor.

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Häufige Fragen zur Überwachung von Beschichtungsanlagen

Wie sichert man in der Beschichtungsanlage eine gleichmäßige Schichtdickenverteilung?

Eine gleichmäßige Schichtdickenverteilung setzt einen stabilen Verdampfungsprozess voraus, und genau den überwacht die Kamera. Die Keramikschicht auf Turbinenschaufeln muss in einer gezielten Schichtdickenverteilung entstehen, schon geringe Abweichungen im Prozess verändern ihre Qualität. Bei ALD erkennt das Advanced Observation System Füllhöhe, Oberflächenbewegung und Überlauf im Schmelzbad live. Der Bediener kann eingreifen, bevor die Charge Schaden nimmt. Einzelne Sensorwerte reichen dafür laut ALD meist nicht aus.

Wie wird die Wärmedämmschicht auf Turbinenschaufeln aufgebracht?

Die keramische Wärmedämmschicht entsteht, indem ein Elektronenstrahl Keramik in einer Vakuumkammer verdampft. In der Dampfwolke werden die Turbinenschaufeln translatorisch und rotatorisch bewegt, damit sich eine homogene, mikrometerdünne Schicht bildet. Sie dient vor allem der thermischen Isolation, weil in der Turbine Temperaturen nahe der Belastungsgrenze der Werkstoffe herrschen. Da eine fehlerhafte Charge teuer ist, überwacht ALD den Prozess mit Kameras und Bilderkennung.

Wie überwacht Bildverarbeitung das Elektronenstrahlverdampfen?

Beim Elektronenstrahlverdampfen macht Bildverarbeitung den Prozess in der geschlossenen Vakuumkammer laufend sichtbar und erkennt Anomalien automatisch. Das EB Vision Monitoring von ALD reagiert nur auf Änderungen der Lichtintensität und sendet erst dann ein Signal an die Software. Das senkt das Datenvolumen drastisch, sodass weder leistungsstarke Prozessoren noch bandbreitenstarke Netzwerke nötig sind. Die gewonnenen Kennwerte landen in einer Zeitreihendatenbank und erlauben Langzeitanalysen des Prozesses.

Wie vermeidet man Beschichtungsfehler, die eine ganze Charge kosten?

Beschichtungsfehler vermeidet man, indem Abweichungen erkannt werden, solange die Charge noch in der Anlage ist. Bisher erkannte ein Maschinenbediener Abweichungen manuell. Eine fehlerhafte Beschichtung lässt sich zwar entfernen, das ist aber aufwändiger und teurer als das Beschichten selbst. Bei ALD zeigt das Advanced Observation System Anomalien direkt im Live-Video, sodass der Bediener sofort eingreifen kann. Die Prozessvideos werden mit Zeitstempel und Chargennummer gespeichert.

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