Umspannwerk
Maschinen und Anlagen

Umspannwerk

Im Umspannwerk überwacht ein passives OT-Monitoring die Kommunikation der Stationsleittechnik und meldet Angriffe, Manipulationen und technische Störungen in Echtzeit. Energieversorger erfüllen damit die Pflicht zur Angriffserkennung, die für Kritische Infrastrukturen gilt.

Umspannwerk auf einen Blick

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  • MEGA Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgung GmbH

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Stationsleittechnik im Umspannwerk absichern: Angriffe erkennen

Umspannwerke der Mittel- und Hochspannungsnetze sind weitgehend automatisiert und kommunizieren über Protokolle wie IEC 61850, GOOSE, MMS und IEC-104, die laut den Lösungsbeispielen genauso unsicher sind wie die meisten Industrieprotokolle. Firewalls wehren bekannte Schadsoftware ab, versagen aber bei unbekannten Angriffsmustern, gestohlenen Zugangsdaten und Schadprogrammen, die per Wartungslaptop in die Leittechnik gelangen. Deshalb ergänzt ein passives OT-Monitoring mit Anomalieerkennung die Perimetersicherung. Rhebo Industrial Protector importiert dafür die IEC61850.scd-Datei, in der alle Verbindungen, Geräte und Funktionen des Umspannwerks dokumentiert sind, und beschleunigt so das Baselining. Meldungen lassen sich an ein SIEM-System weiterleiten.

Beide Beispiele kommen aus der Energieversorgung, im Use Case Risikomanagement und Schadensprävention. Die MEGA in Monheim am Rhein betreibt ein eigenes Umspannwerk und mehrere hundert Ortsstationen. Nach einer Schwachstellenbewertung durch Rhebo läuft die Angriffserkennung in der operativen und der redundanten Netzleit- und Fernwirktechnik. Schon in den ersten Wochen wurden veraltete Protokolle, alte Firmware-Stände und gefährdende Werkseinstellungen gefunden und beseitigt. Das Sicherheitsteam wertet die Anomaliemeldungen wöchentlich mit Rhebo aus und baut so eigenes Know-how in OT-Sicherheit auf.

Häufige Fragen zur Stationsleittechnik im Umspannwerk

Warum sind Umspannwerke ein Ziel für Cyberangriffe?

Umspannwerke sind ein Ziel, weil die Protokolle ihrer Stationsleittechnik kaum abgesichert sind. Der Standard IEC 61850 basiert auf TCP/IP und ist laut Rhebo genauso unsicher wie GOOSE, MMS, SV und IEC-104, die er verbindet. Da er bei Modernisierung und Neubau immer häufiger eingesetzt wird, werden auch neue Umspannwerke zum Ziel. Die Malware Industroyer, die 2016 beim ukrainischen Versorger Ukrenergo einen mehrstündigen Stromausfall verursachte, enthielt bereits Funktionen für diese Protokolle.

Wie schützt ein Angriffserkennungssystem die Leittechnik im Umspannwerk?

Ein Angriffserkennungssystem überwacht die Kommunikation der Leittechnik im Umspannwerk passiv und meldet in Echtzeit alle Anomalien, die auf Cyberangriffe, Manipulationen, Scans oder technische Störungen hinweisen. Anders als eine Firewall erkennt es auch Angriffe mit gestohlenen Zugangsdaten und bisher unbekannten Mustern. Das BSI empfiehlt deshalb einen Defense-in-Depth-Ansatz aus signaturbasierter Perimetersicherung und verhaltensbasiertem Netzwerkmonitoring, wie ihn Rhebo Industrial Protector umsetzt.

Welche Sicherheitsvorgaben gelten für Umspannwerke?

Das IT-Sicherheitsgesetz verlangt von allen Betreibern Kritischer Infrastrukturen ein durchgängiges System zur Angriffserkennung, das neben der Unternehmens-IT auch die OT schützt. Für Stationen und Anlagen in Stromnetzen sehen KRITIS-Verordnung und IT-Sicherheitsgesetz einen besonderen Schutz vor. Die MEGA in Monheim am Rhein stellt mit integrierter Angriffserkennung und Vorfalldokumentation die Rechtskonformität nach NIS2 sicher und verbessert damit ihr ISMS nach ISO 27001 kontinuierlich.

Wie wird OT-Monitoring in die Netzleittechnik eines Umspannwerks eingebunden?

OT-Monitoring arbeitet passiv und wird nach einer Risikoanalyse in die bestehende Netzleittechnik eingebunden. Die MEGA wollte eine Lösung, die einfach integrierbar und unabhängig vom Hersteller der Netzleittechnik ist. Rhebo bewertete zuerst Schwachstellen und Risiken und integrierte dann das Angriffserkennungssystem in die operative und die redundante Netzleit- und Fernwirktechnik. Seitdem sieht das Team auch, wie stark die Leittechnik zu bestimmten Zeiten ausgelastet ist und wo Kapazitätsengpässe bestehen.

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