Kältemittel
Mit IoT wird die Kältemittelüberwachung zum laufenden Monitoring, das einen Verlust meldet, bevor Klima- oder Kälteanlage ausfällt. Techniker fahren gezielt mit dem passenden Ersatzteil los, statt lange nach dem Fehler zu suchen.
Kältemittel auf einen Blick
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Kältemittelüberwachung: Verluste erkennen, bevor es warm wird
In einem Lösungsbeispiel von Codestryke misst die iCOMOX Sensorbox von Arrow die Vibration des Verdichters einer Klimaanlage. Fehlt Kühlmittel, vibriert das Gerät anders als bei vollständiger Füllung, so erkennt die Sensorbox, ob genug Kältemittel vorhanden ist und der Verdichter korrekt arbeitet. Ein Edge-Device filtert und komprimiert die Daten und sendet sie je nach Standort über NB-IoT, Power over Ethernet oder ein SmartMesh-IP-Funknetz in die Cloud. Eine Analytics-Lösung benachrichtigt den Servicemanager über die zu wartenden Geräte. Siemens Smart Infrastructure verbindet die gesamte Gebäudetechnik mit einer cloudbasierten Monitoring-Plattform, überwacht Hard- und Software rund um die Uhr und erzeugt für jedes Ereignis automatisch ein Ticket.
Die Beispiele stammen aus Handel und Großhandel und aus der Gebäudetechnik, mit Use Cases wie Schwingungsüberwachung, Routenoptimierung und Notfallkommunikation. Ein Händler und Dienstleister für HVAC-Systeme plant mit der Lösung von Codestryke die Routen seiner Servicetechniker und gibt ihnen vorab alle nötigen Informationen mit. Eine zeitaufwendige Fehlersuche entfällt. Mit dem System von Siemens werden kritische Ereignisse wie die Leckage von Kältemitteln nicht mehr von Gebäudenutzern per Telefon gemeldet: Das System informiert den richtigen Dienstleister samt Angaben zu den ausgefallenen Komponenten.
Häufige Fragen zur Kältemittelüberwachung
Wie erkennt IoT eine Kältemittel-Leckage über den Verdichter?
IoT erkennt einen Kältemittelmangel indirekt über die Vibration des Verdichters. Ist nicht mehr genug Kühlmittel vorhanden, vibriert der Verdichter anders als bei vollständiger Füllung. Die iCOMOX Sensorbox von Arrow misst diese Vibration an bestehenden Klimaanlagen, die sich vorher nicht aus der Ferne überwachen ließen. Codestryke hat dafür die Überwachungsanwendung entwickelt, die den Servicemanager über Geräte mit Wartungsbedarf benachrichtigt.
Was passiert bei einer Kältemittel-Leckage in Gewerbegebäuden?
Bei einer Leckage sinkt die Leistung der Anlage, bis sie im schlimmsten Fall ganz ausfällt. Meist geschieht das nicht plötzlich, sondern schleichend über längere Zeit. Ohne Überwachung fällt der Schaden erst auf, wenn die Temperaturen im Gebäude deutlich steigen und ein Techniker langwierig nach dem Fehler suchen muss. Laufende Messungen am Verdichter oder ein Monitoring der Gebäudetechnik machen die Entwicklung früh sichtbar.
Woran erkennt man Probleme am Kältemittelverdichter frühzeitig?
Probleme am Kältemittelverdichter zeigen sich früh in seinem Vibrationsverhalten, lange bevor die Anlage ausfällt. Defekte Verdichter und Leckagen gehören zu den häufigsten Störungen stark belasteter Klimaanlagen in Gewerbegebäuden und entwickeln sich meist schleichend. Die Sensorbox iCOMOX misst die Vibration des Verdichters und prüft, ob er korrekt arbeitet. Codestryke leitet daraus ab, welche Geräte gewartet werden müssen, und plant die Routen der Servicetechniker.
Wie wird Kältemittelverlust in der Gebäudetechnik gemeldet?
In der Gebäudetechnik meldet ein vernetztes Monitoring aller Anlagen einen Kältemittelverlust automatisch, statt auf einen Anruf der Nutzer zu warten. Das System von Siemens Smart Infrastructure verbindet Lüftung, Kälte und weitere Gebäudetechnik mit einer Cloud-Plattform und überwacht Hard- und Software rund um die Uhr. Bei einer Leckage informiert das automatische Ticketing den passenden Dienstleister samt Angaben zu den ausgefallenen Komponenten.
Weitere Assets in „Fluide & Gase“
Druckluft
Leckageortung bei Druckluft mit IoT misst Durchfluss, Druck und Kompressorlast laufend und macht Leckagen und ungenutzte Laufzeiten sichtbar. So sinken die Kosten für einen der teuersten Energieträger in der Produktion.
Raumluft
Die Luftqualität am Arbeitsplatz zu messen heißt bei IoT-Lösungen: Sensoren erfassen CO₂, Feinstaub, Partikel, Temperatur und Luftfeuchte laufend und melden Grenzwertüberschreitungen sofort. So schützen Betreiber Beschäftigte, sichern die Produktqualität und heizen und lüften nach Bedarf.
Trinkwasser
Leckageüberwachung im Trinkwassernetz misst mit IoT laufend Druck, Durchfluss und Verbrauch und meldet Abweichungen sofort. Versorger finden Leckagen, Rohrbrüche und Wasserdiebstahl früher und verlieren weniger Trinkwasser.
Abwasser
Durchflussmessung, Füllstand und Wasserqualität im Abwasser lassen sich mit IoT direkt an Leitung, Becken und Einleitstelle erfassen. Betreiber sehen Abwassermengen in Echtzeit, reagieren schneller auf Störungen und erfüllen Nachweispflichten ohne tägliche Probenahme.
Grundwasser
Grundwasserpegel lassen sich mit IoT automatisch messen und per Funk an eine Plattform übertragen. Behörden, Stadtwerke, Baustellen und Betriebe mit eigenem Brunnen ersetzen manuelle Messungen und werden bei kritischen Wasserständen oder Störungen der Pumpen alarmiert.
Metallschmelze
Eine Metallschmelze in Gießerei und Vakuum-Metallurgie mit IoT zu überwachen heißt, Schmelzbad, Füllstand, Temperatur und Druck laufend zu erfassen. Abweichungen fallen auf, bevor eine Charge unbrauchbar wird oder ein Ofen leer läuft.
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