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#225
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OPC UA vs. MQTT – Wie bekommt man die Daten aus 100+ Maschinen?

Das Werk gehört zu einer internationalen Fertigungsgruppe, die Maschinen stammen von vielen Herstellern und aus mehreren Generationen. Anlass war ein MES-Projekt, das in rund zwei Jahren anstand. Als ersten Schritt ersetzte Prosys das veraltete OEE-System und baute Status-Dashboards. Angebunden wurde, was möglich war: über OPC-UA-Server, Siemens-, Beckhoff- und EtherNet/IP-Konnektoren, per Modbus über bereits vorhandene Gateways oder über eine zusätzliche SPS neben der alten. Erwartet hatte man anfangs 30 bis 50 % der Maschinen – laut Pyry wurden es deutlich mehr. Harmonisiert werden die Daten in offenen OPC-UA-Informationsmodellen für Status, OEE und MES, die für alle Maschinen gleich sind. Das Modell gehört dem Kunden, nicht dem Softwareanbieter. Ist eine neue Maschine angebunden, ist sie nach weniger als einer Stunde live. Und dann die Frage, die viele in der Community stellen: OPC UA oder MQTT – welches gewinnt bei Industriedaten? Pyry hat darauf eine klare Antwort, erklärt sie mit einem Bild aus dem Alltag und verbindet sie mit einem Detail aus dem Projekt: Geplant war dort zunächst etwas anderes, als am Ende umgesetzt wurde. Das nimmst du mit Ein Informationsmodell pro Maschinentyp genügt; danach ist jede weitere Maschine nur noch Template plus Mapping. Gateways, die ein Altsystem bereits an SPSen ohne Konnektivität angeschlossen hat, lassen sich per Modbus weiter nutzen. Kontext gehört an die Quelle: Was eine Variable bedeutet, wissen die Automatisierer vor Ort. In Konzernen früh klären, wie IT-Bereitstellung und Berechtigungen laufen – sonst geht viel Zeit mit Warten verloren.

14.10.2026